Samstag, 25. Januar 2020

Unglaube

Der Ungläubige kennt nicht den wirklichen Grund seines Unglaubens. Er kann also auch nicht sagen, unter welchen Umständen er glauben würde  -  zum Beispiel wenn er Tote auferstehen sähe oder wenn der Papst andere Bischöfe ernennen würde, wenn die Kirche aufhören würde zu behaupten, die Unfruchtbarmachung des Beischlafs sei gegen Gottes Gebot, wenn sie das Kirchensteuersystem ändern oder für den Sozialismus oder den Liberalismus optieren würde, wenn Frauen zu Priestern geweiht würden oder wenn der Pfarrer ein bißchen imponierender wäre.  Wenn diese Bedingungen erfüllt wären, hätte der Unglaube sofort neue bereit.  Glauben heißt nämlich:  Fallenlassen der Bedingungen.  Der Glaube ist ein rationaler, aber bedingungsloser Gehorsam, ein rationale obsequium.
 Robert Spaemann

in einem Interviw zum Thema "Glaubensabfall in Europa", 1992 

Dienstag, 21. Januar 2020

"Die volle Dosis"

Latein, Weihrauch, Opfergeist, Klartext.  Die Sprache des Kreuzes und die Frömmigkeit der Heiligen.  Das ist es, was wir brauchen, um katholisch zu bleiben. Und all das bietet die Alte Messe und die Tradition.  Der größte Irrtum der Fortschrittsgläubigen der 60er Jahre war, dass es mit weniger ginge.  Man könne die Preise senken, das Kreuz verringern und eine Gesellschaft voller Christen hervorbringen.  Unsere Zeit beweist das Gegenteil.
Annotatiuncula:  Starker Tobak, sicherlich, für so manchen  -  aber, ganz realistisch gesehen: das beste, wenn nicht das einzige Antidoton gegen alles, was heute die Kirche vergiftet, wie wohl noch nie in der Geschichte!

Weiterlesen bitte HIER bei Cathwalk!


Nachtrag HIER!  -  Krasses aktuelles Beispiel zwar aus dem protestantischen Bereich, doch mühelos auf die (deutsch-)katholische Kirche zu übertragen!
Und auch HIER:  "Die Todsünde ist die Nichtzahlung der Kirchensteuer"!
Und HIER nochmal: "Bruchlinien vor dem Schisma"!


Freitag, 17. Januar 2020

Der ganz normale Wahnsinn, ...

... mit messerscharfer Feder kommentiert, mal wieder, von  Michael Klonovsky:

Ich begrüße es außerordentlich,  dass die Münchner Straßenumbenen-nungskommission auch Franz Josef Strauß weghaben will.  Straßen sollten nur noch nach Menschen heißen, deren CO²-Bilanz ausgeglichen war.
* * *
Bald werden deutsche Kommunen stolz vermelden:  "Unsere Stadt ist klimaleugnerfrei!"

Dienstag, 14. Januar 2020

Ein Desaster

Keiner hat in 300 Jahren so tiefe Gedanken gehabt wie Papst Benedikt  -  niemand!  Er war ein Desaster in Öffentlichkeitsarbeit.  Er war ein Desaster in der Administration.  Aber der tiefste Denker.  Ich denke mit Verachtung daran, dass er vor dem Bundestag gesprochen hat und viele Abgeordneten das Plenum verließen.  Und so die wahrscheinlich beste Rede verpaßten, die dort je gehalten wurde.  Einfach empörend!
Werner Herzog,  Filmregisseur

in der Welt,  7.12.2019  -   das Ganze HIER


Annotatiuncula:  "Ein Desaster"  also   -   aber  für wen?
                            Die erwähnte Rede im Bundestag findet man HIER!

Dienstag, 24. Dezember 2019

Im Lichte des Kindes


Allen Lesern und Besuchern dieses Blogs
wünsche ich gnadenreiche Weihnachten
und Gottes Segen !

 


Bildquelle:  Altarbild, Stadtkirche St. Nikolaus, Meran, Südtirol  (Beuroner Kunstverlag)

Freitag, 20. Dezember 2019

Mein adventliches Warten auf den Messias (2)

Erster Teil HIER


"Bleib doch daheim", sagte der Vater mehrmals,  "musst doch nicht jeden Tag in die Kirche gehen", und die Mutter sagte: "Wirst dich schon noch erkälten, dann vergeht's dir, das Kirchengehen so früh."  
Ich habe mich, glaube ich, nie erkältet, und das frühe Kirchengehen verging mir nicht.  Es war mir wichtig und teuer.  Wie hätte ich mich auf Weihnachten freuen können, wenn ich nicht zuvor den Advent durchgehalten hätte?  Zuerst das Warten in Kälte und Dunkel, und erst dann Wärme und Licht.  Eins nicht ohne das andre.  

Warten war unerlässlich.  Das Reis aus Davids Stamm wird nicht von selber blühen.  Unsre Erwartung muss es herbeiziehen mit aller Kraft und Sehnsucht.  

Wie habe ich, ein nachdenkliches Kind, eigentlich Advent verstehen können als Zeit der Erwartung auf den Messias Jesus, da ich doch wusste, er war schon gekommen vor zweitausend Jahren?  Natürlich wusste ich, dass "am Ende der Zeiten" dieser Messias wiederkommen würde, aber das lag weit weg, das meinte ich nicht mit Advent-Erwartung. Ich meinte viel näher Liegendes. Mein frühes Aufstehen und Frieren bedeutete für mich die Vorbereitung auf das Kommen des Messias zu mir.
Als ich einige Jahre später bei einem der deutschen Mystiker las, Christus sei nicht geboren, wenn er nicht in unseren Herzen wieder und wieder geboren werde, verstand ich das sofort.
Das war's, was mir der Advent bedeutete.


gefunden in:  Christ in der Gegenwart 51, 48/1999


 

Donnerstag, 19. Dezember 2019

Mein adventliches Warten auf den Messias (1)

Von Luise Rinser


Als ich Kind war, begannen am ersten Adventssonntag die "Engel-Ämter".  Warum sie so hießen und nicht wie anderswo "Rorate-Ämter" (Rorate coeli ...),  das weiß ich nicht,  aber das Wort Engel wob Geheimnis, und mir war die Anwesenheit von Engeln bei diesen frühen Gottesdiensten fühlbar. 

Die Messe begann um sechs.  Um halb sechs weckte mich mein Vater.  Die Mutter schlief weiter.  Vater hatte schon Feuer gemacht im Küchenherd, die Buchenscheite krachten.  Das Waschwasser war eiskalt. Frühstück gab's keines.   Im Backrohr lagen faustgroße Kieselsteine, die wir, wenn sie heiß waren, in unsere Manteltaschen steckten,  daran wärmten wir unsere Finger.

In der großen Kirche (in Übersee am Chiemsee) war's bitter kalt, geheizte Kirchen gab es damals nicht.  Vater, in Halbhandschuhen, spielte die Orgel.  Wir sangen  "Tauet Himmel, den Gerechten, Wolken, regnet ihn herab".  Vor den hohen Spitzbogenfenstern war's Nacht, entweder Schneegewölk oder das Firmament eisklar mit dem blaufunkelnden Hundsstern, dem Winterstern, und wenn wir um halb sieben aus der Kirche kamen, begann die Morgendämmerung, und es war noch kälter als zuvor, und der Schnee knirschte, oder der schneelos gefrorene Boden klang hohl und hart unter unseren Tritten.  

Schweigend zerstreuten sich die frühen Beter, viele von ihnen hatten weite Wege zu den abliegenden Gehöften.

Zweiter Teil folgt




Mittwoch, 4. Dezember 2019

Es ist Advent


 
Es ist Advent.   All unser Antworten bleibt Stückwerk.  Das Erste, was wir annehmen müssen, ist immer diese Wirklichkeit des ständigen Advent.  Tun wir es, so werden wir anfangen zu erkennen, dass die Grenze zwischen "vor Christus" und "nach Christus" nicht äußerlich durch die Geschichtszeit hindurchläuft und nicht auf der Landkarte aufzuzeichnen ist, sie geht hindurch durch unser eigenes Herz.  Soweit wir aus dem Egoismus, aus der Selbstsucht leben, sind wir auch heute "vor Christus".  In dieser adventlichen Zeit aber wollen wir den Herrn bitten,   dass er uns schenken möge, immer weniger "vor" Christus und erst recht nicht "nach" Christus, sondern wahrhaft mit Christus und in Christus zu leben:  mit ihm, der ja ist der Christus gestern, heute und in Ewigkeit  (Hebr 13,8).
Amen.


Aus einer Predigt von  Prof. Dr. Joseph Ratzinger, gehalten im Advent 1964 im Dom zu Münster.

(Neuausgabe:)    Joseph Ratzinger/Benedikt XVI.:  Vom Sinn des Christseins.  Drei Predigten.  
Kösel-Vlg. München  2005




Samstag, 30. November 2019

Erhebt eure Häupter, ...

... denn es naht eure Erlösung !

(Lk 21,28:  Evangelium vom Ersten Adventssonntag) 



 Bild gefunden auf dem Beiboot Petri

Freitag, 22. November 2019

"Pater Pio ist ein Riese"


Heute hat mich die folgende Mail von Paul von Oldenburg erreicht.
Sie enthält eine Bitte, der ich hiermit gerne nachkomme und die ich an die Leser weitergeben möchte.


Sehr geehrter ...!

Der hl. Pater Pio ist ein Riese.

Er ist ein Heiliger wie aus dem Mittelalter.

Er ist durchsichtig auf Jesus hin, er ist ganz EINS mit ihm geworden und deswegen versetzt er selbst nach seinem Tod 1968 immer mehr Menschen in Erstaunen.

Und noch viel mehr: Er bekehrt HEUTE tagtäglich viele Seelen.

Ich wage zu sagen:  In Pater Pio liegt ein Schatz verborgen, und den müssen wir bekannt machen, denn er wird ein Schlüssel sein zur Neuevangelisierung unseres Landes!

Deswegen haben wir diese neue YouTube-Kampagne gestartet,  den Pater-Pio-Kanal.

Bitte helfen Sie mir, dieses Video-Apostolat bekannt zu machen.
Je mehr wir die Menschen mit Pater Pio in Kontakt bringen, um so mehr wird er ihre Herzen öffnen.

Er hat dies während seines Lebens getan, und so wird er es auch jetzt tun.
Er selber sagte einmal: "Ich werde nach meinem Tod noch viel mehr Lärm machen als während meines Lebens."

Helfen wir ihm dabei.

Herzliche Grüße
in den Herzen Jesu und Mariä,

Ihr
Paul Herzog von Oldenburg




 HIER geht es zum Pater-Pio-Kanal!



Samstag, 16. November 2019

Linker Pietismus


Ein Nachtag zu Diesem hier:  neue deutsche Gesinnungsdiktatur.
Wann ist die linke Bewegung auf den Weg des Pietismus eingeschwenkt?  Die Linke, mit der ich aufgewachsen bin, war stolz auf ihre Aufmüpfigkeit und ihren Widerspruchsgeist. ...
Die moderne Linke, jedenfalls in ihrem akademischen Teil, scheint vor allem mit der Frage beschäftigt, wie sie dafür sorgen kann, dass niemand vom rechten, also linken Weg abkommt.  Ihre ganze Energie ist darauf gerichtet, dass die Menschen nicht das Falsche sagen. Oder die falschen Witze reißen. ...
Soweit Jan Fleischhauer auf seiner Kolumne Der schwarze Kanal (feine Anspielung!?) im FOCUS 44/19 vom 26.10.19.

Annotatiuncula:  Die "Pietismus"-Metapher wirkt ja nun doch wie eine ziemlich krasse Verharmlosung.  Andererseits:  Nun ja, solange jemand in einem renommierten Magazin so etwas ungestraft und im Gegenteil mit Aussicht auf breite Anerkennung schreiben kann, besteht doch wohl noch ein klein wenig Hoffnung, dass "Polen noch nicht ganz verloren" (Link) ist.
Und "die Hoffnung stirbt" bekanntlich "zuletzt".

Annotatiuncula (2):  "Hoffnung" hier selbstverständlich nicht christlich-eschatologisch, sondern ganz säkular-"à la Bloch" verstanden.


Dienstag, 12. November 2019

Zwischenbericht ...

... zur Lage der Kirche.

Zwei Meldungen der letzten Tage legen nahe, dass die deutsch-katholische Kirche einer herrlichen Zukunft entgegengeht (Ironie-Modus aus): 

Dass auch der Sohn Gottes lernfähig ist und von den klugen, engagierten Damen von "Maria 2.0" durchaus etwas lernen kann und sollte, zeigt in einem Bericht von einem "Gottesdienst" (mit Evangelium und Predigt) in Berlin die Tagespost:  HIER.

Eine Kruzifix-Darstellung in einer Seelsorgeeinheit in Mönchengladbach hat ein katholischer Christ dortselbst, nicht ohne Grund, vehement als monströse Blasphemie bezeichnet.  Wie man von offizieller Seite mit dieser Kritik umgegangen ist und mit welchen Argumenten man die Darstellung rechtfertigte, berichtet kath.net:  HIER. 


Parcam verbis  -  gratuita sunt!   -    Kommentar überflüssig,  die Dinge sprechen für sich! 


Update:
Soeben entdeckt:  Zumindest auf der Ebene der Weltkirche kann sich nunmehr jeder Christ an einer Petition beteiligen, die der Ausbreitung von Sakrileg, Häresie und Glaubensverfall entgegenwirkt  -   bitte HIER klicken!

Siehe auch HIER:  "Sühnegedanke zieht Kreise".


Freitag, 8. November 2019

Kongeniale Konfusion

Ein aktueller, höchst bemerkenswerter Beitrag auf  Katholisches. Magazin für Kirche und Kultur (HIER) befasst sich mit dem Atheisten und Freimaurer Eugenio Scalfari und dessen neuestem Buch "Il dio unico e la società moderna", vor allem aber mit seinen Beziehungen zu Papst Franziskus, die, so der Beitrag, ohne weiteres als "Geistesverwandtschaft" erkennbar sein dürften:
Wie lässt sich ihr Verhältnis, das offensichtlich bewusst von einer Aura des Unklaren und Undurchsichtigen umgeben ist, beschreiben?  Am ehesten als kongenial ...
Der vorläufige Tiefpunkt dieses Pontifikats in der kürzlich abgeschlossenen so genannten "Amazonas-Synode" (Achtung: "Amazonas" = Tarnung! -  siehe HIER)  ist wohl ein Beleg mehr für diese "Geistesverwandtschaft".

Um den ganzen Schwindel zu ent-"tarnen" und Klarheit zu schaffen, genügt aber ein kurzer Blick in den  Katechismus der Katholischen Kirche (675), wo von der "letzten Prüfung der Kirche" und dem "Mysterium der Bosheit" die Rede ist:
Ein religiöser Lügenwahn bringt den Menschen um den Preis ihres Abfalls von der Wahrheit eine Scheinlösung ihrer Probleme.  Der schlimmste religiöse Betrug ist der des Antichrist, das heißt eines falschen Messianismus ...
Und vergessen wir nicht: "Teufel" (diábolosbedeutet wörtlich "der Verwirrer, Durcheinanderwerfer, Faktenverdreher, Konfusions-Stifter".   Beleg HIER.

(Hervorhebungen jeweils von mir. Sev.) 


Montag, 4. November 2019

Nie wieder Nazi!?

zum Vergrößern anklicken

Bewunderns- und beneidenswert, wie manche Zeichner mit wenigen Strichen haarscharf auf den Punkt bringen, was zur Lage der Nation zu sagen ist!

Gefunden, wie so vieles, HIER.
Zum Thema siehe auch HIER.



Dienstag, 22. Oktober 2019

Der Befreiungsschlag ...

... vom Ponte Sant' Angelo:

im Video, in Bildern, Berichten und Kommentaren (nicht ohne berechtigten Sarkasmus!):
HIER und HIER und HIER!

Hat der amazonische Götzen-Spuk im Herzen der Kirche nun ein Ende?
Heiliger Michael, beschütze die Kirche!


Update:  Eingeständnis des Vatikans:  HIER!