Wer, wie ich, die diesjährigen offiziellen Weihnachts- und Neujahrsansprachen des Führungspersonals dieser unserer Republik sich aus Gründen seelisch-geistiger Hygiene unmöglich glaubt antun zu können - der mag sich HIER ein wenig entschädigt fühlen: mit den nüchternen Worten eines Mitbürgers, der mitten im realen Leben steht.
Mittwoch, 23. Dezember 2015
Freitag, 18. Dezember 2015
Was ist das für ein Mensch ...? (Mk 4,41)
Man lässt sich zwar noch von der Jesus-Geschichte rühren, vor allem an Weihnachten. Aber vom Jüngsten Gericht will niemand mehr etwas hören. Aus Gott ist der liebe Gott geworden. Und aus Jesus ist ein guter Mensch geworden - gewissermaßen ein Integrationsbeauftragter höherer Ordnung.
Norbert Bolz, Medienwissenschaftler
zit. nach: Junge Freiheit, 18.12.15, S.16
Samstag, 12. Dezember 2015
Gutmenschen, Biedermänner
"Biedermann und die Brandstifter" ist der Titel eines Bühnenstückes von Max Frisch, entstanden in den frühen Neunzehnhundertfünfziger Jahren.
Altmod hat unlängst, aus gegebenem Anlass, an diese geniale Tragödien-Parodie, bei der einem das Lachen im Hals steckenbleibt, erinnert und ihre zeitlose Aktualität dargelegt, das Merkmal aller großen Literatur. Überaus lesenswert: HIER!
Aus der Parodos, dem Eingangslied des "Chores der Feuerwehrmänner":
Viel kann vermeiden Vernunft....Nimmer verdient,Schicksal zu heißen, bloß weil er geschehen:Der Blödsinn,Der nimmerzulöschende einst!
Dem ist nichts hinzuzufügen!
Dienstag, 1. Dezember 2015
Eilmeldung: Spektakuläre Konversion!
Annuntio vobis gaudium magnum:
Der blogozese-affine, aber in der Blogozese nicht unumstrittene Le Penseur hat sich jetzt völlig überraschend zum "Gemäßigten Katholibanismus" bekehrt !
"Nein, nein", seufzt der reumütige Sünder im Interview, "keine Playboy-Häschen mehr - nur mehr Papstwappen, äh ... oder sowas halt, in der Richtung ..."
Man sehe und staune HIER und HIER !
Also, ich meinerseits bin zutiefst gerührt und begrüße den heimgekehrten Sohn ...
... mit dieser anmutigen Rosenkranzbeterin !
Samstag, 28. November 2015
Das Reich Gottes ist nahe
Scitote quia prope est regnum Dei.
Luc. 21,31 - Evangelium vom Ersten Adventssonntag
Unser lieber Herr spricht hier: "Wisset, dass das Reich Gottes euch nahe ist." Ja, das Reich Gottes ist in uns, und Sankt Paulus sagt, dass unser Heil näher bei uns ist, als wir glauben (Röm. 13,11) ...
Ich habe eine Kraft in meiner Seele, die Gottes ganz und gar empfänglich ist. Ich bin des so gewiss, wie ich lebe, dass mir nichts so "nahe" ist wie Gott. Gott ist mir näher, als ich mir selber bin; mein Sein hängt daran, dass mir Gott "nahe" und gegenwärtig sei.
Meister Eckehart
Textquelle: Meister Eckehart, Deutsche Predigten und Taktate. Hrsg. u. übers.v. Josef Quint. München 1963
Mittwoch, 25. November 2015
Merkelsche Alchemie
... Wenn ich falsch liegen sollte, wenn Frau Merkel nicht nur dereinst Physikerin gewesen sein sollte, sondern als die bedeutendste Alchemistin in die Geschichte eingeht, die Hunderttausende sekundäre Analphabeten oft gegen deren Willen in Ärzte, Ingenieure, Physiker, Genetiker, Nanotechnologen und Reizwäschedesigner verwandelt hat, dann will ich Gott oder Allah preisen und mich für meinen prognostischen Hochmut entschuldigen, der es wagte, am vernünftigen Gang und seligmachenden Verlauf aller irdischen Dinge zu zweifeln.
Michael Klonovsky
Acta diurna, 21.11.15
Montag, 23. November 2015
Zehn Jahre Merkel
Mein Schreiben vom vergangenen Samstag an Die Tagespost, Katholische Zeitung für Politik, Gesellschaft und Kultur:
Sehr geehrte Damen und Herren,
in der Tagespost vom 21.11., S. 1, würdigt die Kommentatorin Martina Fietz das zehnjährige Wirken der Bundeskanzlerin und bescheinigt ihr unter anderem "Bodenständigkeit", Entscheidungsfreudigkeit und "Rationalität".
In meinen Augen hingegen steuert Frau Merkel unser Land in die größte Katastrophe seit 1945. Sie tut dies im Stil einer unzurechnungsfähigen Diktatorin, die den Zerfall christlicher und demokratischer (CDU-) Grundwerte in unserem Land nicht nur toleriert, sondern entscheidend vorantreibt und deren politisches Handeln jedem Recht und Gesetz und jeder Vernunft Hohn spricht. Dazu hat ja auch Stefan Rehder in derselben Ausgabe, S. 3, etwas zu berichten.
Frau Fietz und (nicht nur!) ich leben offenbar in verschiedenen Galaxien.
Als sie dann am Ende ihres Kommentars auch noch das Fehlen einer "wirklichen Alternative" zu Merkel glaubte konstatieren zu müssen, da war für mich das Maß voll und der Zeitpunkt gekommen, mich nach einer Alternative zur Tagespost umzuschauen.
Hiermit kündige ich mit sofortiger Wirkung mein langjähriges Tagespost-Abonnement Nr. ...
Nichtsdestotrotz werde ich Die Tagespost insgesamt in guter Erinnerung behalten.
Mit freundlichen Grüßen
...
Zum Bericht von Stefan Rehder ("Was ist nur aus der CDU geworden?") bitte HIER klicken.
Der Kommentar von M. Fietz ist leider nicht direkt zu verlinken.
Donnerstag, 19. November 2015
Wunderbar!
Meinen Hass bekommt ihr nicht, ...... sagt Antoine Leiris, der Ehemann eines der Islamterror-Opfer von Paris.
Das ist es, worauf wir Christen und Europäer stolz sein dürfen und wofür es sich zu kämpfen lohnt!
Bitte HIER klicken!
Dienstag, 17. November 2015
Zum Tod von Helmut Schmidt ...
... erscheint mein Beitrag vielleicht ein bissel spät; aber kann eine Erinnerung an ihn (R.I.P.) zu spät kommen?
Jedenfalls möchte ich nicht versäumen mitzuteilen, dass ich bislang noch keinen besseren Nachruf auf ihn gelesen habe als diesen HIER von Le Penseur, der ab und an halt doch einiges zu bieten hat, wenn er nicht gerade damit beschäftigt ist, mit irgendwelchen dreiviertelnackten "Augenweiden" sich irgendwo zwischen Bild und Playboy zu positionieren.
Samstag, 14. November 2015
Kassandra, die Spaßbremse
Kassandra, die den Spaßverderber gespielt hat, als man das trojanische Pferd in die Stadt holte und ihm eine Willkommensparty bereitete, und das nicht erst seit dem Sommer dieses Jahres, steht daneben, diese hassende Hetzerin und hetzende Hasserin, sagt nun, zum zigsten Mal, "I told you so", aber man wird sie trotzdem wieder als erste steinigen.
... meint (HIER) Martin Lichtmesz zum Massaker von Paris.
Mittwoch, 11. November 2015
Vom Nutzen der Historie
Der elementare Gewinn aus dem Studium der Geschichte besteht darin, dass man seine Gegenwart nicht für allzu normal hält.
Michael Klonovsky
Montag, 9. November 2015
Wo steht der Feind ?
Neunter November, mal wieder: Anlass genug zur Besinnung auf die deutsche Geschichte der letzten hundert Jahre. 1918 - 1923 - 1938 - 1989 - und alles, was so dazwischen liegt.
Am 24.6.1922 wird, ebenso wie andere führende Politiker der jungen Republik, der Außenminister des Deutschen Reiches Walther Rathenau (DDP), hochgebildet, mit jüdischen Wurzeln, von rechten Extremisten ermordet.
Anlässlich der Trauerfeier im Reichstag sagt der Reichskanzler Joseph Wirth (Zentrum), der selbst vier Monate später einem ähnlichen Attentat knapp entgehen sollte, in seiner Rede u.a.:
"... Atmosphäre des Mordes, des Zornes, der Vergiftung ..." - muss ich die Parallelen zur Gegenwart der dritten deutschen Republik noch eigens herausstreichen ? Eine Parallele vor allem darin, dass "der Feind" - ob rechts, links oder sonstwas - mit seiner zynischen Gewalttätigkeit gegen gewaltlose Andersdenkende damals wie heute sich breiter Sympathien und Unterstützung in der Öffentlichkeit, in Medien und Politik sicher sein durfte und darf !... Wir wollen Demut und Geduld in einem Weg der Freiheit für das eigene unglückliche Vaterland suchen. In diesem Sinne, meine Damen und Herren, Mitarbeit ! Und in diesem Sinne sollen alle Hände und jeder Mund sich regen, um endlich in Deutschland diese Atmosphäre des Mordes, des Zornes, der Vergiftung zu zerstören. Da steht der Feind, wo Mephisto sein Gift in die Wunde eines Volkes träufelt, da steht der Feind, und darüber ist kein Zweifel, dieser Feind steht rechts !
Die Brandanschläge gegen Hedwig von Beverfoerde und Beatrix von Storch - bei denen wohl eher zufällig keine Menschen zu Schaden kamen -, ebenso die Terror-Drohungen gegen Josef Bordat haben mich jedenfalls zunächst einmal sprachlos gemacht.
Inzwischen sind lesenswerte Wortmeldungen erschienen, zu den Vorfällen selbst wie auch zu den Hintergründen, ganz besonders einem unsäglichen "Bühnenstück" in Berlin:
von Vera Lengsfeld auf der Website der Demo Für Alle über "helldeutsche Wirklichkeit"; von Gunnar Schupelius in in der BZ über den "neuen Hass auf konservative Frauen" und von Alexander Kissler im CICERO über "mentale Frontverläufe".
Samstag, 31. Oktober 2015
Der Apostel Münchens
Dem Leben dieses Pater Rupert Mayer nachzuspüren, heißt: zu begreifen, was Priestertum ist, gestern und heute und morgen.
Diese Worte finden sich in der Einleitung zu Josef Mühlbauers kleiner Biographie* des Seligen Pater Rupert Mayer SJ, dessen irdischer Weg vor siebzig Jahren, am Fest Allerheiligen des Jahres 1945, zu Ende gegangen ist.
Aus der Abtei Ettal, wo er, von der Gestapo interniert, mehrere Jahre verbringen musste, war Pater Mayer sofort am Ende des Krieges nach München zurückgekehrt. Hier und nirgends sonst war sein Platz, an den Gott ihn 33 Jahre zuvor gestellt hatte.
Und ohne sich zu schonen machte P. Mayer sich sofort an die Arbeit, um die geistliche, seelische und leibliche Not der Menschen in der vom Krieg schwer verwüsteten Stadt zu lindern.
Doch die Kräfte des 69-jährigen schwanden zusehends.
Schon im Ersten Weltkrieg hatte P. Mayer als Militärpfarrer an der Ostfront das Schicksal seines Ordensvaters, des Hl. Ignatius von Loyola, teilen müssen, als ein Artilleriegeschoß ihm ein Bein zerschlug. So humpelte er fortan als Krüppel mit einer Prothese durchs Leben, was aber seinen aufreibenden pastoralen und karitativen Einsatz für seine Münchner nicht hemmen konnte.
Nach dem Krieg hatte er die roten wie die braunen Revolutionäre in der "Hauptstadt der Bewegung" sich von Anfang an zu Todfeinden gemacht: mit seinem klaren, furchtlosen öffentlichen Eintreten für katholische Kirche und Lehre. So konnte es nicht ausbleiben, dass die Gestapo ihn mehrmals in München und Landsberg inhaftierte und ihn zuletzt, von 1939 bis 1940, ins KZ Sachsenhausen-Oranienburg verschleppte. Und nur weil die Nazis einen toten Märtyrer Rupert Mayer noch mehr fürchteten als den lebenden Bekenner, entließen sie ihn schließlich doch aus dem Todeslager.
Am Morgen des Allerheiligentages 1945 also feiert P. Rupert Mayer sein letztes Hl. Messopfer in der zur zerstörten Jesuitenkirche St. Michael gehörenden, aber unversehrten Kreuzkapelle. Während der Predigt lähmt ihn plötzlich ein Gehirnschlag. Seine letzten Worte: "... der Herr ... der Herr ...".
Etwa drei Stunden später verstirbt P. Mayer in einem Münchner Krankenhaus.
Etwa drei Stunden später verstirbt P. Mayer in einem Münchner Krankenhaus.
![]() | ||
| Das Grab von P. Rupert Mayer in der Krypta der Münchner Bürgersaal-Kirche |
Josef Mühlbauer* über die noch immer zahlreichen Besucher dieser Grabstätte:
... Hilfesuchende, Verzweifelte, Suchende und Menschen voller Dank im Herzen, Traurige und Glückliche, Gläubige und Zweifler. Aber kaum einer unter ihnen, der nicht denkt: "Wenn Pater Mayer kein Heiliger war, wer war es dann?"
Bei seinem zweiten Deutschlandbesuch hat Papst Johannes Paul II. diesen großen Seelsorger und Bekenner am 3.5.1987 im Münchner Olympiastadion seliggesprochen.
Das "Pater-Rupert-Mayer-Gebet":
Herr, wie Du willst, soll mir geschehn,
und wie Du willst, so will ich gehn.
Hilf Deinen Willen nur verstehn.
Herr, wann Du willst, dann ist es Zeit,
und wann Du willst, bin ich bereit,
heut und in alle Ewigkeit.
Herr, was Du willst, das nehm ich hin,
und was Du willst, ist mir Gewinn,
genug, dass ich Dein eigen bin.
Herr, weil Du's willst, drum ist es gut,
und weil Du's willst, drum hab ich Mut.
Mein Herz in Deinen Händen ruht.
Herr, was Du willst, das nehm ich hin,
und was Du willst, ist mir Gewinn,
genug, dass ich Dein eigen bin.
Herr, weil Du's willst, drum ist es gut,
und weil Du's willst, drum hab ich Mut.
Mein Herz in Deinen Händen ruht.
* Mühlbauer, Josef: Und ich werde niemals schweigen. Pater Rupert Mayer - der Apostel von München. 1975 (Derscheider-Vlg.)
Weitere Informationen findet man reichlich HIER im Heiligenlexikon und HIER bei wikipedia
Dienstag, 27. Oktober 2015
"Dem Zeitgeist die Stirn bieten"
Die katholische Kirche hätte allen Grund, in der Nachfolge Jesu mit Stolz dem Zeitgeist die Stirn zu bieten, statt nach Schlupfwegen Ausschau zu halten, die die Botschaft verwässern. "Ihr seid das Salz der Erde", sagt der Herr. Wenn das Salz schal wird, salzt es nicht mehr. "Es wird weggeworfen und von den Leuten zertreten". Sind wir heute da angelangt? Ist die Kirche im Begriff zu kapitulieren? Wo es doch ihre Aufgabe ist, die Schönheit der Botschaft des Evangeliums zum Strahlen zu bringen.
Robert Spaemann
in: Ehescheidung und Kommunion. Altötting 2015 (Grignon-Verlag), S. 8
Dazu passend ...
... ein kleines satirisches Fundstück von Summorum Pontificum.
Freitag, 23. Oktober 2015
Ist sie's ? - oder ist sie's nicht ?
Michael Klonovsky hat da was Nettes aufgestöbert:
Dazu schreibt er, der selbst über reichlich DDR-Erfahrung verfügt (HIER):
Plakat zum 10. Parteitag der SED 1981. Eine gewisse auch physiognomische Ähnlichkeit ist unübersehbar. Acht Jahre später hatten sie's bekanntlich geschafft.
Abonnieren
Posts (Atom)








