Donnerstag, 7. August 2014

Philippika


Demosthenes

Philippika?  Da war doch mal was ...

Ja, richtig:  Einige beherzte Brandreden von Demosthenes gegen König Philipp von Makedonien, für die Freiheit Athens.  Cicero hat es ihm nachgemacht, für die Freiheit der römischen Republik, gegen Antonius, den Caesarianer, und dabei hat er sich buchstäblich um Kopf und Kragen geredet.  Gemeinsam war beiden Meister-Rednern ihre Liebe zum Vaterland, zur Freiheit, zur Wahrheit.  Und beide sind letztlich gescheitert. Was ihre Vorbildwirkung bis heute eher noch gesteigert hat.  Es ist der Sieg des Geistes über die politische Macht.

Oratio Philippica also:  ein rhetorisches Meisterstück, das Aufklärung und Attacke, rhetorische Verve und sachliche Fundierung, Polemik und Strategie, Taktik und Courage vereinigt, gerne auch gewürzt mit einer Prise "Wut im Bauch".



Als Anschauungsmaterial empfehle ich die "Philippika" auf Superpelliceum, wo Laurentius mächtig vom Leder zieht, um das dümmlich-verlogene Geschwafel von der "Europäischen Wertegemeinschaft" zu enttarnen.

Auch nicht von schlechten Eltern:  der Kommentar von Damasus auf dem Beiboot Petri, in dem es um die "Selektive Barmherzigkeit" bei Papa Buonasera geht.
Na ja, wer sich als Pontifex Maximus öffentlich die Wange tätscheln lässt, kriegt halt gelegentlich auch mal die Wahrheit um die Ohren gehauen ...



Kommentare:

  1. Finden Sie das lustig, den Hl. Vater als "Papa Buonasera" lächerlich zu machen?? Das ist einfach nur peinlich. Und woher nehmen Sie das Recht, dem Papst "die Wahrheit um die Ohren zu hauen"?

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    1. Verehrter Signor Ottaviani,
      zugegeben, meine Wortwahl war hier vielleicht etwas zu drastisch - dennoch:

      erstens: "Lustig" finde ich, angesichts des Zustandes der Kirche, ganz besonders hierzulande, eigentlich rein gar nichts mehr;

      zweitens: Den Spitznamen "Papa Buonasera" (der übrigens nicht von mir stammt!) hat dieser Papst sich selbst verdient, mit seinem nie dagewesenen Hang zur Formlosigkeit bei gleichzeitiger geistlich-theologischer Substanzlosigkeit; und

      drittens: Ihren Vorwurf "das Recht, die Wahrheit um die Ohren zu hauen" müssten SIE erst einmal rechtfertigen, und zwar durch sachliche (!) Widerlegung der Ausführungen auf den von mir verlinkten Blogs "Beiboot Petri" und auch "Superpelliceum".

      und schließlich: Das Recht, den amtierenden Hl. Vater zu kritisieren, glaube ich keineswegs aus eigener geistiger Machtvollkommenheit mir anmaßen zu dürfen, aber doch aufgrund des Vergleichs mit seinen beiden großen Vorgängern Johannes Paul und Benedikt.
      In diesem Sinne ...

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