Montag, 30. März 2020

Christentum und Gesellschaft

Die Privatisierung der Religion, das heißt ihre Verschlossenheit im individuellen Erleben, fern von der Einwirkung auf die Sozialmoral und auf die Rechtsgestaltung, führt dazu, dass das Christentum  -  und das ist immer noch die Hauptreligion des Abendlandes  -  seine die Öffentlichkeit mitgestaltende Rolle verliert.  Und es führt auch dazu, dass Muslime uns Europäer als ideenlosen, orientierungslosen, abtrünnigen Teil der Menschheit missachten werden.

Andrzej Przylebski,  Botschafter der Republik Polen in Deutschland
(in der März-Ausgabe der Zeitschrift  Cato)

Mittwoch, 25. März 2020

Sancta Corona, ora pro nobis



Nein !!  -  das hier soll keine zynische Geschmacklosigkeit sein!
 
 
Die Hl. Corona gibt es wirklich -  seit beinahe zwei Jahrtausenden !
 
 
Sie gehört zu den frühchristlichen Märtyrern des zweiten bis dritten Jahrhunderts.  Und ihr Name ist die lateinische und feminine Form von Stéphanos:  "Kranz" oder "Krone" (deutsches Lehnwort!).
 
 
 
Über sie schreibt P. Alexander Metz FSSP:
Weniger bekannt dürfte...die Heilige sein, die man vor allem bei Seuchen (!) und Unwettern um ihre Hilfe bittet.  In  der österreichischen Wallfahrtskirche St. Corona am Schöpfl wird die Fürsprecherin in den eben genannten Gefahren verehrt, die Hl. Corona!  -  Da sage noch mal einer, Gott habe keinen Humor!
Alles weitere über sie erfährt man HIER  (auch die Antwort auf die Frage, warum die Hl. Corona als Attribut zwei Palmen in Händen hält)


Samstag, 21. März 2020

S. Pater Benedicte, ora pro nobis



Bildquelle HIER
 

 
Intercessio nos, Domine,
beati Benedicti Abbatis commendet: 
ut, quod nostris meritis non valemus,
eius patrocinio assequamur.  Per Dominum …
 
Die Fürsprache des heiligen Abtes Benedikt möge uns,
so bitten wir, Herr, Dir anempfehlen,
damit wir, was wir durch unsere Verdienste nicht vermögen,
durch seinen Beistand erlangen. 
Durch unseren Herrn … 
 

Oratio vom Fest des Hl. Benedikt
 







 


Mittwoch, 12. Februar 2020

Berufung und Nachfolge

Keiner wird gezwungen, Priester zu werden.  Die Berufung ist eine Einladung Gottes zur besonderen Nachfolge, wie damals gegenüber den Aposteln.  Die Kirche braucht großherzige Männer, welche ihr freudiges "Ja" zu diesem Ruf sprechen.  Funktionäre haben wir genug.
P. Bernhard Gerstle FSSP

in seinem Editorial zum Informationsblatt der Priesterbruderschaft St. Petrus, Februar 2020 (siehe HIER)
P. Gerstle ist Distriktsoberer für den deutschsprachigen Raum der FSSP.


Samstag, 8. Februar 2020

Wir lieben Europa!


Ich möchte, dass der Brexit eine Debatte im übrigen Europa in Gang setzt.  Was wollen wir von Europa?  Wenn wir Handel, Freundschaft, Zusammenarbeit und Gegenseitigkeit wollen, brauchen wir keine Europäische Kommission.  Wir brauchen auch keinen Europäischen Gerichtshof,  wir brauchen diese Institutionen und all ihre Macht nicht.  Und ich kann Ihnen versprechen,  sowohl in der UKIP als auch in der Brexit-Partei:  Wir lieben Europa,  wir hassen nur die Europäische Union.  So einfach ist das.  Ich hoffe, dies ist der Anfang vom Ende dieses Projekts.
Also sprach Nigel Farage in seiner fulminanten Abschiedsrede* im EU-Parlament am 29. Januar 2020.

Thank you very much, Mr. Farage!  Sie sprechen uns voll und ganz aus der Seele.
Ja  -  so einfach ist das!  Und man kann nur hoffen, dass es möglichst bald überall durchdringt.


Eines bleibt noch zu ergänzen:

Das wirklich Allerletzte, was wir brauchen, ist ein zentralistisches, sozialistisches, atheistisches EU-Machtkartell, welches sich einbildet, das christliche Erbe dieses Kontinents ungestraft in die Tonne treten zu können.
"Europa wird christlich sein  -  oder es wird nicht sein!"  (Otto von Habsburg)

Die bewegende Entstehungsgeschichte der Europa-Flagge lese man HIER nach!

Die Frau mit Mondsichel und Sternenkranz aus der Offenbarung des Hl. Johannes (12,1) wird in der katholischen Tradition von jeher mit der Muttergottes, der Immaculata identifiziert.  
Ihr Bild auf der Anna-Säule zu Innsbruck habe ich HIER gefunden.

Siehe auch HIER und HIER!  - 
Und auch HIER -  es reicht allmählich!


*Fundstelle des Rede-Zitats:  Junge Freiheit  7/20, S. 2



Samstag, 1. Februar 2020

"Jetzt hilft nur noch Beten", ...

... so kommentiert Damasus HIER auf dem Beiboot Petri zutreffend den vorgestrigen Start des "Synodalen Weges" (euphemistische Umschreibung für die endgültige Selbstabschaffung der deutsch-katholischen Kirche).

Lasst uns also beten:

Bleibe bei uns, Herr;  denn es will Abend werden, und der Tag hat sich geneigt.
Bleibe bei uns und bei deiner ganzen Kirche.
Bleibe bei uns am Abend des Tages, am Abend des Lebens, am Abend der Welt.
Bleibe bei uns mit deiner Gnade und Güte,  mit deinem heiligen Wort und Sakrament, mit deinem Trost und Segen.
Bleibe bei uns, wenn über uns kommt die Nacht der Trübsal und Angst,  die Nacht des Zweifels und der Anfechtung,  die Nacht des bitteren Todes.
Bleibe bei uns und bei allen deinen Gläubigen in Zeit und Ewigkeit.
Amen.


Aus dem "alten" Gotteslob, Nr. 18.7 



Mittwoch, 29. Januar 2020

"Herr, bleibe bei uns!" (Lk 24,29)


Robert Kardinal Sarah stammt aus Guinea. 
Im vergangenen Jahr hat er, gemeinsam mit Nicolas Diat, unter obigem Titel ein Buch veröffentlicht  (fe-Medienverlag).

Daraus hier einige Passagen - für einen Afrikaner höchst bemerkenswert.

 
Zur Zukunft Europas bzw. des Westens:
Der Selbstmord des Westens ist dramatisch.  Er hat zu viel preisgegeben:  Er hat keine Kraft mehr,  keine Kinder,  keine Moral,  keine Hoffnung.  Das führt die gesamte Menschheit in eine Sackgasse. ...
Ich glaube, dass das Abendland im Sterben liegt.  Ein Selbstzerstörungsprozess ist immer umkehrbar.  Doch die Zeit drängt.  Seit einigen Jahren geht es immer rasanter bergab.
Und zur Kolonisation Afrikas:
Die kulturellen, moralischen und religiösen Werte, welche die Franzosen uns brachten, waren für uns eine große Bereicherung.  Die Kolonisatoren brachten viele lebendige, durch das Christentum geadelte Traditionen ihrer Vorfahren mit.  Ihre Auffassung von der Würde des Menschen, seinen Rechten und Werten waren etwas absolut Neues.  Frankreich hat mich eine hervorragende Sprache gelehrt.  Seine Missionare brachten mir den wahren Gott.  Ich bekenne mich gerne dazu, Kind einer konstruktiven Kolonisation zu sein.

Samstag, 25. Januar 2020

Unglaube

Der Ungläubige kennt nicht den wirklichen Grund seines Unglaubens. Er kann also auch nicht sagen, unter welchen Umständen er glauben würde  -  zum Beispiel wenn er Tote auferstehen sähe oder wenn der Papst andere Bischöfe ernennen würde, wenn die Kirche aufhören würde zu behaupten, die Unfruchtbarmachung des Beischlafs sei gegen Gottes Gebot, wenn sie das Kirchensteuersystem ändern oder für den Sozialismus oder den Liberalismus optieren würde, wenn Frauen zu Priestern geweiht würden oder wenn der Pfarrer ein bißchen imponierender wäre.  Wenn diese Bedingungen erfüllt wären, hätte der Unglaube sofort neue bereit.  Glauben heißt nämlich:  Fallenlassen der Bedingungen.  Der Glaube ist ein rationaler, aber bedingungsloser Gehorsam, ein rationale obsequium.
 Robert Spaemann

in einem Interview zum Thema "Glaubensabfall in Europa", 1992 

Dienstag, 21. Januar 2020

"Die volle Dosis"

Latein, Weihrauch, Opfergeist, Klartext.  Die Sprache des Kreuzes und die Frömmigkeit der Heiligen.  Das ist es, was wir brauchen, um katholisch zu bleiben. Und all das bietet die Alte Messe und die Tradition.  Der größte Irrtum der Fortschrittsgläubigen der 60er Jahre war, dass es mit weniger ginge.  Man könne die Preise senken, das Kreuz verringern und eine Gesellschaft voller Christen hervorbringen.  Unsere Zeit beweist das Gegenteil.
Annotatiuncula:  Starker Tobak, sicherlich, für so manchen  -  aber, ganz realistisch gesehen: das beste, wenn nicht das einzige Antidoton gegen alles, was heute die Kirche vergiftet, wie wohl noch nie in der Geschichte!

Weiterlesen bitte HIER bei Cathwalk!


Nachtrag HIER!  -  Krasses aktuelles Beispiel zwar aus dem protestantischen Bereich, doch mühelos auf die (deutsch-)katholische Kirche zu übertragen!
Und auch HIER:  "Die Todsünde ist die Nichtzahlung der Kirchensteuer"!
Und HIER nochmal: "Bruchlinien vor dem Schisma"!


Freitag, 17. Januar 2020

Der ganz normale Wahnsinn, ...

... mit messerscharfer Feder kommentiert, mal wieder, von  Michael Klonovsky:

Ich begrüße es außerordentlich,  dass die Münchner Straßenumbenen-nungskommission auch Franz Josef Strauß weghaben will.  Straßen sollten nur noch nach Menschen heißen, deren CO²-Bilanz ausgeglichen war.
* * *
Bald werden deutsche Kommunen stolz vermelden:  "Unsere Stadt ist klimaleugnerfrei!"

Dienstag, 14. Januar 2020

Ein Desaster

Keiner hat in 300 Jahren so tiefe Gedanken gehabt wie Papst Benedikt  -  niemand!  Er war ein Desaster in Öffentlichkeitsarbeit.  Er war ein Desaster in der Administration.  Aber der tiefste Denker.  Ich denke mit Verachtung daran, dass er vor dem Bundestag gesprochen hat und viele Abgeordneten das Plenum verließen.  Und so die wahrscheinlich beste Rede verpaßten, die dort je gehalten wurde.  Einfach empörend!
Werner Herzog,  Filmregisseur

in der Welt,  7.12.2019  -   das Ganze HIER


Annotatiuncula:  "Ein Desaster"  also   -   aber  für wen?
                            Die erwähnte Rede im Bundestag findet man HIER!