Mittwoch, 31. Juli 2013

Fest des Hl. Ignatius von Loyola


Wenn Menschen sozusagen aus sich selbst ausgehen, um ganz in ihren Schöpfer und Herrn einzugehen, so werden sie in heiligem Trost und steter Sammlung inne, wie unser ewiges Gut in allem wohnt, was da geschaffen ist, durch sein unendliches Sein und Wirken allem Dasein und Erhaltung wirkend. 
Ohne Zweifel ist mehr Tugend und Gnade darin, sich seines Herrn in verschiedenen Geschäften und an verschiedenen Orten freuen zu können, als eben nur am Betstuhl.

Hl. Ignatius von Loyola



zit. nach:  P. Stefan Kiechle SJ,  Ignatius von Loyola.  
Mystiker und Manager.  Freiburg/Br.  (Herder)  2001

Dienstag, 30. Juli 2013

"Kommunistisches Missverständnis"


It's a Communist misconception.
So die pikante Replik von S.E. Raymond Cardinal Burke auf eine Interview-Frage, die auf die Liturgie als "rein ästhetische Angelegenheit" zielte.  Und der Kardinal, bekennender Freund der Alten Messe, fügte sogleich hinzu:
First of all, the liturgy is about Christ.
Ein erhellender Auszug aus dem Interview nebst kurzer Erläuterung, was Seine Eminenz eigentlich mit "kommunistisch" meint,  und selbstverständlich einem Link auf den kompletten Originaltext findet sich HIER bei Summorum Pontificum.


Samstag, 27. Juli 2013

Störfaktor


Religiöse Menschen stören den säkularen Selbstbetrug.

Prof. Dr. Raphael Bonelli 

im K-TV-"Tischgespräch" mit Martin Lohmann
zum Thema "Psychologie des antireligiösen Affektes", 26.7.13


Freitag, 26. Juli 2013

Fest der Hl. Mutter Anna


Gnadenbild, St. Anna-Kapelle, Burrweiler/Weinstr.


Mutter Anna, dir sei Preis, auserwählten Stammes Reis,
heilge Mutter Anna!
Du bist aller Frauen Zier, alle blicken auf zu dir,
heilge Mutter Anna!
...

Schütz mit deiner Mutterhand der Familie heilges Band,
heilge Mutter Anna.
Reinheit, Treu und wahre Lieb, Eintracht und Gehorsam gib,
heilge Mutter Anna.
...

Bitte, dass uns Gottes Gnad leite auf der Tugend Pfad,
heilge Mutter Anna.
Bringe Trost in Traurigkeit, hilf uns tragen Kreuz und Leid,
heilge Mutter Anna.

Die Verirrten führ zurück, schenk den Armen Heim und Glück,
heilge Mutter Anna.
Helferin den Kranken sei, Trost den Sterbenden verleih,
heilge Mutter Anna!

(Aus dem Wallfahrtslied)  


P. Recktenwald FSSP  zur St. Anna-Verehrung HIER



Mittwoch, 24. Juli 2013

Ein Jahrhundert-Geburtstag


Prälat Hermann Scheipers, der als Priester und mutiger Bekenner des Glaubens auf einen wohl unvergleichlichen Lebenslauf zurückblicken kann, vollendet heute sein einhundertstes Lebensjahr.


Gottes Segen, Hochwürden!






HIER mein früherer Beitrag über Prälat Scheipers und HIER ein aktueller kath.net-Beitrag
Update: HIER


Montag, 22. Juli 2013

"Zeichen der Apokalypse"


Worauf wir bei deutschen Bischöfen sicher noch lange vergeblich warten werden, ist ein klares Wort zur rechten Zeit, in der Art der Predigt von Patriarch Kyrill I. von Moskau zum Thema "Homo-Konkubinat":
In jüngster Zeit wurde in einer Reihe von Staaten die Sünde anerkannt und vom Gesetz erlaubt.  Und jene, die mit gutem Gewissen gegen solche von einer Minderheit aufgezwungenen Gesetze ankämpfen, werden unterdrückt.
Diese Entwicklung sei ...
... ein gefährliches Zeichen der Apokalypse, und wir müssen alles tun, um sicherzustellen, dass die Sünde auf dem Gebiet des heiligen Russland nie durch ein Gesetz erlaubt wird, denn das hieße, dass das Land den Weg der Selbstzerstörung eingeschlagen hat.
 So einfach und klar ist das  -  wenn man nur will!


Was tut da übrigens derweil die Politikerin, in deren Hand  - gemäß Artikel 6 GG -  die höchste politische Verantwortung für deutsche Familien liegt?  -  Sie frönt ihrem alten Hobby und treibt sich auf Schwulenparaden herum ...

Womit haben wir uns eigentlich solche Negativ-Auslese an politischem Personal verdient?
Kann mir da jemand weiterhelfen?



UpdateHIER bei Christliches Forum

Samstag, 20. Juli 2013

In memoriam Bert Trautmann



Nach Ottmar Walter (16.6.) ist nun in diesem Sommer ein zweites großes deutsches Fußballerleben zu Ende gegangen, ein hierzulande eher unbeachtetes, und doch ganz außergewöhnliches, dessen Bedeutung weit über die vier Eckfahnen hinausreicht:  Gestern ist im Alter von 89 Jahren in seinem spanischen Wohnort Bert Trautmann verstorben.

Bert (eigentl. Bernd) Trautmann, geboren 1923 in Bremen, kam 1945 als Kriegsgefangener nach England. Dort fiel er bald durch überdurchschnittliche Leistungen als Fußballtorwart auf und blieb nach dem Krieg auf der Insel.  Als 1949 Manchester City ihn verpflichtete, kam es gegen den "Kraut" zu wütenden Massenprotesten, die Trautmann aber durch überragende Leistungen zum Schweigen brachte.  Spätestens nachdem er im englischen Pokalfinale 1956 (3:1 gegen Birmingham)  die letzte Viertelstunde mit einem gebrochenen Halswirbel, also (unwissentlich) unter Lebensgefahr,  durchgestanden hatte, war ihm der Status einer britischen Fußball-Legende sicher. Der Deutsche wurde im sportbegeisterten England zu einem der gefeiertsten und höchstgeehrten Sportler.
Schade, dass der Weltklasse-Keeper Bert Trautmann nie ein Länderspiel bestreiten konnte. Denn als der DFB sich endlich entschloss, "Legionäre" in seine Auswahl zu berufen, war es für ihn zu spät.

Bert Trautmanns Leben steht als Symbol dafür, dass die völkerverbindende Begeisterung für den Fußballsport Vorurteile, Feindschaft und Hass überwinden kann.

Requiescat in pace.


Freitag, 12. Juli 2013

Orientierungshilfe



Lass dich nicht hin und her reißen.  Bei allem, was du tust, denke an das, was recht ist, und bei allem, was du denkst, halte dich an das, was klar zu begreifen ist.

Marc Aurel,  Eis heauton  IV 22



Mittwoch, 10. Juli 2013

Macht und Angst

Nach der philosophischen Verstümmelung des Christentums setzte dessen versuchte Zerstörung durch mehr oder minder politisch harsche Maßnahmen ein.  Die Massenmorde an Geistlichen in der Französischen und Russischen Revolution setzten sich fort bis zur Christenverfolgung unserer Tage.  Dies alles geschah und geschieht unter der Prämisse, dass alles was möglich ist, gemacht werden muss.  Wer Atome spaltet, spaltet das Bewusstsein, wie die traurigen Schicksale der Piloten von Nagasaki und Hiroshima beweisen.  Wer Autos am Fließband baut, stellt bald auch Menschen auf diese Art her, wie die letzthin veröffentlichten Forschungsergebnisse beweisen.  Die Mär von der Verantwortung ist in einer vom Machbarkeitswahn besessenen Welt obsolet.  Der moderne Mensch ...  ist in seiner Geworfenheit nicht in der Lage, seiner Macht Herr zu werden  -  und damit seiner Angst.  Beides sind Resultate seines Systems.  Es wächst, wie Erich Fried feststellt, die "Angst vor der Angst".

Burkhardt Gorissen  in der TAGESPOST  vom 9.7.13,  Feuilleton, S. 9


Samstag, 6. Juli 2013

25 Jahre FSSP


S. Pietro in Vaticano

Heute vor fünfundzwanzig Jahren, am 6. Juli 1988, wurde in Rom die Fraternitas Sacerdotalis Sancti Petri (Priesterbruderschaft St. Petrus) gegründet.  Gründer waren die Patres Bisig, du Fay de Choisinet, Baumann, Coiffet und Recktenwald.


Eine knappe Woche zuvor, am 30. Juni, hatte Erzbischof Marcel Lefebvre gegen päpstliches Verbot vier Bischöfe geweiht und damit das Schisma der Priesterbruderschaft St. Pius X. (FSSPX) mit der Katholischen Kirche vollzogen.  

Eine Gruppe von Priestern und Seminaristen der FSSPX  war indes fest entschlossen, den Weg des Schismas nicht mitzugehen, zugleich aber in Theologie und Liturgie der Tradition verbunden zu bleiben und auf der Basis eines Einigungsprotokolls vom 5. Mai zwischen der FSSPX und Rom an der Einheit mit Papst und Kirche festzuhalten.


Man verabredete kurzentschlossen ein Treffen in Niederösterreich und verfasste dort eine protokollarische Erklärung im genannten Sinn.  Durch eine Audienz bei Hermann Kardinal Groer von Wien ermutigt, machten sich drei Patres unverzüglich per Auto auf den Weg nach Rom, um dem Nachfolger des Hl. Petrus das gemeinsame Anliegen vorzutragen: die Gründung einer Gesellschaft des apostolischen Lebens "Priesterbruderschaft St. Petrus" (FSSP).
Nach Audienzen bei den Kardinälen Ratzinger und Mayer und Papst Johannes Paul II. selbst war am 6. Juli das Ziel erreicht und die Gründung vollzogen, die zwölf Tage später in Hauterive in der Schweiz bestätigt wurde.
Deo gratias!

"Von römischen Tagen und florentinischen Nächten"  -  so der Titel eines wunderbar lebendigen, spannenden und humorvollen Berichts über die Entstehung der Priesterbruderschaft St. Petrus von P. Engelbert Recktenwald FSSP, der an den hier knapp zusammengefassten Ereignissen entscheidend beteiligt gewesen ist.

Lektüre nachdrücklich empfohlen: HIER!






Dienstag, 2. Juli 2013