Mittwoch, 30. Oktober 2013

Dampf ablassen ...

... dient nicht nur der eigenen Psycho-Hygiene und reinigt wohltuend die Atmosphäre  -  es hilft auch Anderen, ihre eigenen unbehaglich drückenden Gedanken und Gefühle im Klartext wiederzufinden und so ein Stück weit loszuwerden  -  so auch dem Schreiber dieses.
In diesem Sinne Dank an Elsa, der gestern einmal ordentlich der Kragen geplatzt ist:
Liebe deutsche Bischöfe, sind wir auf dem Narrenschiff mittlerweile ?  ...
Eine, wie sich zeigt, rein Rhetorische Frage.  Wir sind es.
 
Lesenswert auch die Kommentare zu Elsas Post, besonders der von Frischer Wind.

À propos:  Der berühmte Tropfen, der wohl das Fass überlaufen ließ, war das neueste, unfassbare deutsch-katholische Narrenstück: die Verleihung des Katholischen Medienpreises an eine Abtreibungs-Fanatikerin !
Bitte HIER und HIER klicken. 
Dank auch an Martin Lohmann und Andreas Püttmann !



Samstag, 26. Oktober 2013

Römische Impressionen

Von der unsäglichen Hass- und Hetzkampagne gegen einen Bischof bis zu einer mehr als fragwürdigen "Handreichung"  -  über die Katholische Kirche, zumal in Deutschland, gibt es in diesen Tagen weiß Gott mehr als genug zu schreiben und zu berichten, Stellung zu nehmen und zu kommentieren.
Nachdem aber andere Autoren der Blogoezese dies weitaus besser können als ich und es auch schon ausgiebig getan haben, verzichte ich guten Gewissens darauf, so dass auf meinem Blog heute wieder Rom, d.h. die Eindrücke meiner jüngsten Rom-Reise, angesagt sind.

(Bisherige Beiträge dazu HIERHIER  und HIER!)


Die Ewige Stadt erlebt offenbar in den letzten Jahren und Jahrzehnten einen nie dagewesenen touristischen Massenandrang.  Für einen Besuch der Vatikanischen Museen müssen schon mal drei oder mehr Stunden Schlangestehen in Kauf genommen werden, und an den üblichen touristischen Brennpunkten wie dem Kolosseum oder auch am Petersdom sieht es nicht viel besser aus.


Auf einen Besuch beim Seligen Papa Wojtyla wollte ich dennoch nicht verzichten, auch wenn in St. Peter die Leute sich beinahe auf die Füße treten.






(Zum Vergrößern auf die Bilder klicken!)


 
Aber Rom ist groß, und ein probates Mittel, dem Touristen-Rummel zu entgehen und die Stadt trotzdem  - nein: vielmehr eben dadurch von ihrer eigentlich liebenswerten Seite zu erleben, ist ein Streifzug durch Gassen und Plätze, ...















 ... auf eigene Faust, ausgerüstet mit einem guten Stadtplan,  und abseits der sogenannten "Sehenswürdigkeiten".





 








Unzählige kleine, unbekannte und unscheinbare Kirchen gibt es da zu entdecken, die oft in große Gebäudekomplexe hinein- oder von ihnen überbaut sind, wie hier S. Maria in Trivio in der Nähe der Fontana Trevi, ...













... oder S. Barbara, die sich im verwinkelten und verschachtelten Häusergewirr unweit des Campo de' Fiori  regelrecht zu verkriechen scheint.
















Oft lohnt sich ein neugieriger Blick in einen der vielen Innenhöfe:  Geschichte und Kunst sind allgegenwärtig !



















Abseits der großen Touristenströme liegt auch die Basilica S. Maria in Trastevere mit ihren herrlichen Apsis-Mosaiken.











In der Vorhalle:  der frühchristliche Grabstein des kleinen Maximinus, der nur neuneinhalb Jahre alt geworden ist.











Und überhaupt ist Trastevere, das Stadtviertel "jenseits des Tiber",  ...














...  von jeher bekannt für sein ganz besonderes Flair, seinen eigenen, urwüchsigen Charakter ...










...  und seine Trattorie, wo nach der langen Wanderung auch die kulinarischen Genüsse der römischen Küche zu ihrem Recht kommen dürfen ...










 Fortsetzung folgt!

Mittwoch, 23. Oktober 2013

"Ohne Zweifel: Kardinal Bergoglio"

Als ich Dich auf dem Balkon ohne Mozetta sah und Du das Protokoll für den ersten Gruß und den lateinischen Text missachtet hast,  um Dich dadurch lächelnd von den anderen Päpsten der Geschichte zu unterscheiden, sagte ich besorgt zu mir selbst: "Ja, ohne Zweifel: das ist Kardinal Bergoglio".
Dieser Wiedererkennungs-Effekt stellte sich, nach langjähriger persönlicher Bekanntschaft mit dem Angeredeten,  bei der mexikanischen Katholikin Lucrecia Rego de Planas am Abend des 13. März 2013 ein, als der neugewählte Papst Franziskus sich auf der Loggia von St. Peter zeigte.
Sie schrieb dem Papst, wie Katholisches.info berichtet, ...
... am 23. September einen ganz persönlichen und langen Brief.  Darin klagt sie ihm ihr ganzes Leid über sein Pontifikat und die Art, wie er das Petrusamt ausfüllt.  Ein dramatisches Zeitdokument, das den Schreiben der Heiligen Hildegard von Bingen oder Katharina von Siena an Bedeutung um nichts nachsteht.
(unter obigem Link der volle Wortlaut des Briefes in deutscher Sprache)

Und in der Tat:  überaus beeindruckend, wie Lucrecia Rego de Planas in schonungsloser Offenheit mit den Schwächen des Hl. Vaters abrechnet und zugleich nicht den geringsten Zweifel offenlässt, dass sie dies nur aus tiefer Sorge und Liebe zur Hl. Kirche und zum Petrusamt tut.

Absolut lesenswert !!



Dienstag, 22. Oktober 2013

Die "Religion des Friedens" ...

... zeigt sich einmal von einer ganz neuen (?) Seite,  einer bislang wohl weitgehend unbekannten Variante des Dschihad:
"Sie nennen es Halal-Prostitution."

Weiterlesen bitte HIER  bei Katholisches.info.
Weitere Ausführungen und Kommentare möchte ich mir an dieser Stelle ersparen.  Die Sache passt so gar nicht in meine geplante Rom-Serie.
Andererseits ist sie aber auch zu bemerkenswert, um ignoriert zu werden.





Samstag, 19. Oktober 2013

Die FSSP in Rom (2)

Santissima Trinità dei Pellegrini, "Allerheiligste Dreifaltigkeit(skirche) der Pilger"  -  so heißt eine der ungezählten Barock-Kirchen Roms (vollendet 1723).


Sie im Gassenlabyrinth der Altstadt überhaupt erst ausfindig zu machen, irgendwo zwischen Tiber, Campo de' Fiori und Palazzo Farnese, das hat schon seinen eigenen Reiz.



Die eigentlich sehr schöne, konkav-geschwungene Fassade mit den vier Evangelisten wirkt etwas renovierungsbedürftig, passt sich aber eben dadurch der Umgebung ganz gut ein, wie denn überhaupt ein gewisser Grad der Verwahrlosung zum unverwechselbaren Charme römischer Altstadtviertel gehört.






Das "Aah"-Erlebnis stellt sich bei römischen Kirchen oft erst dann ein, wenn man sie betreten hat ...







(Bilder zum Vergrößern bitte anklicken!)





Ss. Trinità dei Pellegrini wurde im Jahr 2008 der Priesterbruderschaft St. Petrus (FSSP)  als Pfarrkirche anvertraut  (Link).
Als Pfarrer zeichnet P. Joseph Kramer verantwortlich.




Die Messa Solenne, das sonntägliche Hochamt (in der Regel um 11 Uhr) war am vorvergangenen Sonntag recht gut besucht und füllte den Kirchenraum zu gut zwei Dritteln (das Foto entstand etwa eine halbe Stunde vor Beginn).





P. Kramer zelebrierte das Levitierte Hochamt, das von einem Vokal-Ensemble mit herrlichem mehrstimmigem Choralgesang begleitet wurde.


Eines wurde da vor allem deutlich: Es ist die "Außerordentliche Form des Römischen Ritus", die alle diese wunderbaren alten Kirchen zu genau der Bestimmung zurückführt, für die sie überhaupt erst geschaffen wurden: die würdige und ehrfürchtige Feier der Messliturgie nach den Maßgaben des Konzils von Trient  -   zur höheren Ehre Gottes.




 Das großartige Altarbild stammt von Guido Reni (1625).





Der Diakon verkündet das Evangelium.








Kleiner Schönheitsfehler:  Der Ministrant links dürfte seinem Chorhemdchen und sonstiger Gewandung längst entwachsen sein.






Wie der Name schon andeutet, war Ss. Trinità dei Pellegrini (Link) mit einem Hospiz für Rom-Pilger und Kranke verbunden   -  das kein Geringerer als der große römische Volksheilige Philipp Neri errichtet hat ...








... und das natürlich vor allem auf Einnahmequellen wie diese hier angewiesen war.

Solche marmornen Almosen-Einwurfkästen entdeckt man noch häufig an den Außenwänden von Kirchen und (ehemaligen) Klöstern in der Altstadt Roms.

Und noch vieles anderes mehr ...


Fortsetzung folgt!











Freitag, 18. Oktober 2013

Die FSSP in Rom

Heute feiert die Fraternitas Sacerdotalis Sancti Petri (Priesterbruderschaft St. Petrus) den fünfundzwanzigsten Jahrestag ihres Bestehens.

Somit muss ich meinen Post vom Juli dieses Jahres (der Diesem sehr lesenswerten Bericht von P. Engelbert Recktenwald folgt) präzisierend ergänzen:
Der dort erwähnte vorläufige Gründungsakt, den fünf Patres am 6. Juli 1988 in Rom vollzogen, war nur ein erster Schritt zur Gründung. Es folgte am 17./18. Juli das Gründungskapitel der neuen Gemeinschaft in der Abtei Hauterive im Schweizer Kanton Fribourg, auf dem die Statuten beschlossen und Generalrat und Generaloberer gewählt wurden. 
Am 18. Oktober 1988 schließlich besiegelte Papst Johannes Paul II. die Gründung der FSSP, indem er Augustin Kardinal Mayer, den Präsidenten der Päpstlichen Kommission Ecclesia Dei, anwies, das Errichtungsdekret zu unterzeichnen und zu veröffentlichen.
Das Ganze ist ausführlich nachzulesen in Diesem Bericht von P. Josef Bisig, dem ersten Generaloberen.


Die vielverehrte Statue des Apostelfürsten im Petersdom




Anläßlich meiner jüngsten Romreise und fast pünktlich zum Jubiläum in der römischen Pfarrkirche der FSSP eine Hl. Messe mitfeiern zu dürfen, war mir eine besondere Freude.
Darüber demnächst mehr.

Messa Solenne della XX Domenica dopo Pentecoste
(Hochamt zum 20. Sonntag nach Pfingsten)


Mittwoch, 16. Oktober 2013

"... die Erde hat mich wieder!"

... - nämlich nach meiner Rom-Reise -  und das im wörtlichen wie im metaphorischen Sinn.


Zum einen war es für mich unerfahrenen Flugreisenden (Economy Class!)  allein schon ein grandioses Erlebnis, die nähere und weitere Heimat  - hier Heidelberg  -  aus Reiseflughöhe zu bestaunen, und das bei herrlichstem Flugwetter!


 
Zum anderen ist es auch für mich erfahrenen Rom-Pilger nicht einfach, nach den überwältigenden Eindrücken  wieder "Boden unter die Füße zu kriegen", das Erlebte mühsam zu verarbeiten und zu ordnen, schließlich im unvermeidlich grauen Alltag zu "landen".


Was hingegen dem Rom-Heimkehrer, wieder in der Blogozese angekommen, keinerlei Probleme bereiten wird, ist ein Beitrag zum angesagten Thema "Prunk und Protz  -  jetzt erst recht"!
(Bilder zum Vergrößern anklicken!)


"Il Gesù" - so heißt, knapp und schlicht, in Rom die Mutterkirche der Societas Jesu, des Jesuiten-Ordens, am Corso Vittorio Emanuele.  Errichtet im späten 16. bis frühen 17. Jahrhundert, wurde diese herrliche Kirche richtungsweisend für den Frühbarock im Geist der Katholischen Reform ("Gegenreformation"), speziell für die Jesuitenkirchen: "Omnia ad Maiorem Dei Gloriam", alles zur höheren Ehre Gottes. Soll heißen:  Das Beste ist grade gut genug!



Hochaltar und Kuppel: Abbild der Ecclesia Triumphans.











Im linken Querschiff gibt es, laut Polyglott-Reiseführer, den  - im materiellen Sinne ! -  "kostbarsten Altar der Christenheit" zu bewundern: Gold, Silber, Goldbronze, Lapislazuli ...





... und immerhin birgt der Sarkophag unter dem Altar die sterbliche Hülle keines Geringeren als des Hl. Ignatius von Loyola.









Auf keinen Fall fehlen dürfen in diesem Zusammenhang:


St. Peter: Chorapsis mit der Cathedra Petri ...






















... und St. Paul "vor den Mauern", mit prachtvollen Mosaiken am Triumphbogen und in der Apsis.














Die Reihe ließe sich natürlich beliebig fortsetzen ...



Das Wunderbare an Rom ist aber gerade, dass diese Stadt viel mehr zu bieten hat als "Prunk und Protz".
Well, I'll do my very best ...


Mittwoch, 2. Oktober 2013

Ciao Roma!

Unsere allseits bekannte und beliebte Tiber-Möve ist wieder in der Heimat gelandet  und hat einen ganzen Sack voll toller Souvenirs mitgebracht.
Da werd ich mich also mal auf den Pilgerweg in die Ewige Stadt machen, um Bellfrell als Blogozese-Beobachter abzulösen (ob ich das so gut hinkriege wie er?)

Jedenfalls:  Arriverderci!  -  bis übernächste Woche!


Dienstag, 1. Oktober 2013

Manif Pour Tous: "wachsam und bereit ..."

La Manif Pour Tous:  so nennt sich bekanntlich  -  als Antwort auf die sozialistische Parole  mariage pour tous  -  Frankreichs großartige Bürgerinitiative gegen die von der Regierung Hollande vorangetriebene Zerstörung europäischer Grundwerte, namentlich der Ehe und Familie.

Bildquelle: Katholisches.info

Ludovine de la Rochère heißt seit Mai dieses Jahres die neue Vorsitzende.
In einem Interview stellt sie klar, dass La Manif Pour Tous unabhängig von Parteien und Religions- Gemeinschaften agiert.  Die von der Bewegung verteidigten Werte seien  "eine Frage der Vernunft, nicht der Religion".  Zu bekämpfen gelte es nun die weiteren Pläne der Regierung:  Ausweitung der künstlichen Befruchtung auf Homosexuelle, Leihmutterschaft, Gender-Ideologie.
Und sie benennt weitere skandalöse Beispiele für die polizeistaatlichen Methoden, mit denen die sozialistische Regierung gegen die Bürgerbewegung vorgeht.

Das Interview im Wortlaut  HIER bei Katholisches.info,  nebst einer reichhaltigen Auswahl von Links zu weiteren themenbezogenen Informationsquellen.
Sehr zu empfehlen!