Dienstag, 30. Oktober 2012

Liturgie als Inkarnation (2)

Erster Teil HIER.

Ich sagte, dass Jesus und seine Jünger und die ersten Christen die Notwendigkeit erkannten, dass es zur vollständigen Erfassung der Botschaft Jesu nicht genügte, seine Lehren getreu zu tradieren ...,  sondern dass es zum Wirksamwerden dieser Lehren der Erfahrung und des Einflusses des leiblich anwesenden Jesus bedurfte.  Wenn die Liturgie aber diese zum Christsein notwendige Erscheinung des körperlichen Christus sein soll, dann muss es möglich sein, sie als etwas nicht von Menschen Gemachtes zu erfahren, als etwas Vorgegebenes, Offenbartes.  Tatsächlich sind ja die Messreformierer und die modernen Exegeten, die die Offenbarung der historisch-kritischen Methode unterziehen, aus demselben Holz geschnitzt.  Seltsam nur, dass bei soviel archäologisch-philologischem Sachverstand dann ein Jesus herauskommt, der Ehrenmitglied der SPD hätte sein können, ebenso frauenfreundlich wie Willy Brandt und ebensowenig auferstanden.

Martin Mosebach, Häresie der Formlosigkeit. Die römische Liturgie und ihr Feind. 
        München (Carl Hanser Verlag)  2007, S. 67

Samstag, 27. Oktober 2012

In Hoc Signo


Christusmonogramm, Vat. Museen, 4. Jhd.
Ein welthistorisches Ereignis wird sich am morgigen Sonntag, den 28. Oktober, zum 1700. Mal jähren: Der spätere Kaiser Konstantin I. der Große besiegte Anno Domini 312 seinen Rivalen Maxentius in der Schlacht am Ponte Milvio vor den Toren Roms. Nach dem Bericht des Historikers und Bischofs Eusebius von Caesarea hatte er in einer Vision das Christus-Monogramm erblickt und die Worte gehört: "In hoc signo vinces  -  In diesem Zeichen wirst du siegen."  Daraufhin machte er das Monogramm zum Feldzeichen seines Heeres, und die Verheißung erfüllte sich. 
Prof. Dr. Martin Rhonheimer schreibt in einem umfangreichen und gehaltvollen Beitrag in der heutigen Tagespost:
Damit begann für das Christentum und die europäische Zivilisation eine neue Epoche. ... Handelte Konstantin aus politischen oder aus religiösen Gründen?  Die Frage ist müßig:  Für einen Römer waren religiöse immer auch politische Gründe. Konstantin handelte 312 als Heide und als Römer: der Gott der Christen sollte ihm Sieg und dem Reich Einheit und Sicherheit gewähren. Die Schlacht von 312 war im Verständnis Konstantins weder ein "christlicher Krieg" noch ein Kreuzzug, sondern Entscheidungsschlacht im Kampf römischer Potentaten um die Macht und für die Größe Roms.
Im folgenden Jahr 313 brachte das von Konstantin erlassene Toleranz-Edikt von Mailand die Wende in der Geschichte des Christentums: das endgültige Verbot der Christenverfolgungen und die Gleichstellung des Christusglaubens mit der römischen Staatsreligion. Gegen Ende dieses Jahrhunderts, im Jahr 391, machte schließlich Kaiser Theodosius das Christentum zur alleinigen Staatsreligion. 
Konstantin selbst hat sich erst kurz vor seinem Tod an Pfingsten 337 taufen lassen.


Während das Christus-Monogramm aus den ersten beiden griechischen Buchstaben von Christus besteht (XP=chi-rho, oft ergänzt mit dem Alpha und Omega aus Apk 1,8),  enthält das volkstümliche Jesus-Monogramm IHS oder JHS die ersten drei Buchstaben von Jesus: ein lateinisches I bzw. J sowie S mit einem griechischen Eta (H). Weil diese merkwürdige Buchstabenmischung bald nicht mehr verstanden wurde, bezog man das Monogramm auf die Konstantin-Geschichte: In Hoc Signo (vinces).  Die Frömmigkeit des einfachen Volkes las hingegen "Jesus, Heiland, Seligmacher". Und eine sehr schöne Interpretation der Jesuiten, mit Anspielung auf den Ordensnamen Societas Jesu, lautet: Iesum Habemus Socium  -  Wir haben Jesus als Gefährten.



Auch durch das "Jahr des Glaubens" wird uns das stilisierte Jesus-Monogramm begleiten: als Segel des Schiffleins Kirche, gehalten vom Mast des Kreuzes.















Update:  Beiboot Petri: Ausstellung in München

Donnerstag, 25. Oktober 2012

Paradox

Das menschliche Gehirn hätte sich ohne die biologische Zweiheit der Geschlechter niemals so weit entwickelt, dass es sogar Theorien wie jene ersinnen konnte, diese Zweiheit sei ein "soziales Konstrukt".

Michael Klonovsky

Dienstag, 23. Oktober 2012

Pädagogik

Bei Kindern braucht man: ein Gläschen voll Weisheit, ein Fass voll Klugheit und ein Meer voll Geduld.
Hl. Franz von Sales

zit. nach: A. Lazzarini, Johannes Paul I.,  1978

Samstag, 20. Oktober 2012

Das grüne Wunder


Einmalig schönen Kino-Dokumentarfilm zusammen mit den Kindern angeschaut: "Unser Wald" als Lebensraum und seine großen und kleinen Bewohner, auf der Erde, unter der Erde, in der Luft, in den Kronen der Bäume ...
Unergründlicher Reichtum des Lebens, Größe und Herrlichkeit der Schöpfung!

Mittwoch, 17. Oktober 2012

Papa Luciani

Gestern vor vierunddreißig Jahren, am 16. Oktober 1978, wurde von der Loggia von St. Peter die Wahl eines neuen Papstes verkündet: Johannes Paul II.
Heute vor einhundert Jahren, am 17. Oktober 1912, wurde in Canale d'Agordo, einem damals eher armseligen Bergnest in den südlichen Dolomiten, Provinz Belluno, Albino Luciani geboren.  1935 wurde er Priester, 1958 Bischof von Vittorio Veneto. 1969 folgte er einem anderen Sohn der Berge, Angelo Roncalli, auf den Stuhl des Patriarchen von Venedig und schließlich am 26. August 1978 auf den des Bischofs von Rom: Papst Johannes Paul I.

Zwei Bergsteiger klettern auf einen Berg: der eine, weil es so Mode ist; der andere aus Leidenschaft. Zurückgekehrt, sagt der erste: "Was ich gesehen habe? Oh, nichts Besonderes: ein paar Seile, Bäume, Wasser, Wiesen, einen Haufen Himmel und sonst nichts."  Und gähnt.  Der zweite sagt: "Was ich gesehen habe? Das werde ich nie mehr vergessen. Felsen und wieder Felsen, Wiesen und Wasser und die Sonne und das Blau des Himmels und alles voller Wunder!"  Und während er spricht, sieht es so aus, als ob so große Wunder immer noch aus seinem Gesicht und aus seinem Herzen leuchten.  Die beiden sagen das gleiche, aber die Art, es zu sagen, ist ganz verschieden. Der erste weckt bei keinem die Lust zu einer Bergtour; der zweite wird mit seiner Begeisterung die Leidenschaft für die Berge bei anderen wecken und sie auf neue Gipfel führen.  So ist es mit dem Katecheten: Es genügt nicht, dass er redet, sondern während er redet, muss er Begeisterung wecken und mitreißen.
Albino Luciani


Canale d'Agordo

Im Sommer eben jenes Jahres 1978, wenige Wochen vor der Wahl von Papst Johannes Paul I., nahm mich mein väterlicher Bergkamerad Werner mit auf meine erste ganz große Tour  -  der noch viele folgen sollten  -  in die grandiose Bergwelt der Dolomiten.
Wofür ich Gott aus tiefstem Herzen danke.




Textzitat:  Andrea Lazzarini, Johannes Paul I.  1978
Bildquelle: Homepage Comune di Canale d'Agordo.



Dienstag, 16. Oktober 2012

Aggiornamento (2)

Dem obigen, unter Katholiken berühmt-berüchtigten Begriff aus dem Italienischen sowie der Frage, was der Selige Papa Roncalli bei der Eröffnung des Zweiten Vaticanums damit gemeint haben könnte beziehungsweise ziemlich sicher nicht gemeint hat, habe ich bereits vorige Woche einen Beitrag gewidmet und darin auf einen kompetenten kath.net-Artikel verlinkt. Soweit die Theorie.
Was die Praxis angeht, hat bereits vorletzten Sonntag ein Anonymus bei Echo Romeo ein Exempel statuiert, nämlich mit einer aggiornamento-mäßigen Version von Markus 10, 1-12.
Genial!  -   Bitte HIER entlang!


Samstag, 13. Oktober 2012

Fachkompetenz

Die Einlassungen eines NIchtkatholiken über die Moralauffassungen des Papstes sind ungefähr so bedeutend, als wenn sich der Papst über die Trainingsmethoden des AC Mailand äußerte.
Michael Klonovsky


Freitag, 12. Oktober 2012

Aggiornamento

Herr Dirk Tänzler, in die Jahre gekommener Berufsjugendlicher an der Spitze des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend, hat sich zum Konzilsjubiläum in einer Weise geäußert, die nahelegt, dass er die Konzilsdokumente, auf die er sich beruft, nicht wirklich zur Kenntnis genommen haben kann, oder, falls doch, sie nicht verstanden hat oder nicht verstehen will. 

Vielleicht sollte er dafür wenigstens sich diesen leichtverständlichen, aber wohlfundierten kath.net-Beitrag  von Michael Gurtner zu Gemüte führen, in dem der Autor den von Papst Johannes XXIII. gebrauchten Begriff aggiornamento, den alle Konzils-"Geist"-Getriebenen gerne zitieren, ausführlich unter die philologische Lupe nimmt und, vom italienischen Sprachgebrauch ausgehend, darlegt, dass dieser sich gegen jede Verdeutschung sträubende Ausdruck 
als Kampfparole gegen Kirche, Tradition und Lehramt instrumentalisiert wurde, obwohl er eigentlich etwas ganz anderes bezeichnet.
Zu diesem nunmehr seit einem halben Jahrhundert virulenten Thema meinte Robert Spaemann höchst pointiert:
Der längere Aufenthalt in einer katholischen Buchhandlung ermutigt nicht, mit dem Psalmisten zu beten: "Du hast mir die Wege des Lebens bekanntgemacht." Man hat dort inzwischen gelernt, dass Jesus keineswegs Wasser in Wein verwandelt hat, dafür allerdings Einblicke in die Kunst gewonnen, Wein in Wasser zu verwandeln. Diese neue Magie trägt den Namen "Aggiornamento".






Donnerstag, 11. Oktober 2012

Unerhört, ...

... dieses Gerichtsurteil, von dem die Kunde via "Welt" und kath.net über den Ozean zu uns gedrungen ist  -  und ganz sicher höchst geeignet, die komplette Abtreibungs-Lobby in schäumende Wut zu versetzen:  Hat da eine Richterin in Buenos Aires sich doch tatsächlich erdreistet, eine Abtreibung zu untersagen  -  und das auch noch nach einer Vergewaltigung!  
Vermutlich wäre die Frau hierzulande ihres Lebens nicht mehr sicher.

Andrerseits habe ich selten eine Urteilsbegründung gehört, die  - oder täusche ich mich da? - von so glasklarer Vernunft und gesundem Menschenverstand getragen ist wie diese: Es sei nicht möglich, "ein Unrecht wiedergutzumachen, indem man ein noch schwereres und nicht umkehrbares Unrecht begeht."  
Chapeau, Madame!

Wie auch immer, die Stadt Buenos Aires hat schon mal Berufung gegen das Urteil angekündigt ...

Mittwoch, 10. Oktober 2012

"Atheist sein, ..."

... das hieße, Bach zu unterbreiten, er habe sein gesamtes Werk an die falsche Adresse gerichtet.

Michael Klovovsky

Montag, 8. Oktober 2012

Liturgie als Inkarnation

Die Sakramente der Kirche sind fortgesetzte Akte der Menschwerdung, der Unterordnung Gottes in die reiche Formenwelt seiner eigenen Geschöpfe.  Gott wurde Mensch nicht nur mit Herz und Seele, sondern auch mit Fingernägeln und Barthaaren.  So komplex, so staunenswert wie dies gottmenschliche Wesen will zeichenhaft auch die Liturgie sein, die dies Geheimnis darstellt.  Und so wie die Sünderin die Füße dieses Gottmenschen wusch und der Apostel Thomas seine Wunden betastete, so fragt der religiöse Mensch bei der Betrachtung des Leibes der Liturgie nicht danach, ob er alles richtig versteht, ob er gar mit Unnötigem, Veränderbarem, Verzichtbarem konfrontiert wird, sondern er möchte diesen Leib auch in seinen geringen und marginalen Teilen verehren und lieben.

Martin Mosebach,  Häresie der Formlosigkeit



Samstag, 6. Oktober 2012

Herbsttag






Herr:  Es ist Zeit.  Der Sommer war sehr groß.
Leg deinen Schatten auf die Sonnenuhren,
und auf den Fluren lass die Winde los.

Befiehl den letzten Früchten voll zu sein;
gib ihnen noch zwei südlichere Tage,
dränge sie zur Vollendung hin und jage
die letzte Süße in den schweren Wein.

Wer jetzt kein Haus hat, baut sich keines mehr.
Wer jetzt allein ist, wird es lange bleiben,
wird wachen, lesen, lange Briefe schreiben
und wird in den Alleen hin und her
unruhig wandern, wenn die Blätter treiben.

Rainer Maria Rilke



Donnerstag, 4. Oktober 2012

Ökumene mit Freimaurern?

Wem die "Ökumene" (im Sinne der jüngsten Politiker-Initiative) noch immer ein Herzensanliegen ist, der sollte diese Neuigkeit auf keinen Fall ignorieren: 
Vor 275 Jahren wurde in Hamburg die erste Freimaurer-Loge Deutschlands gegründet. Anlässlich dieses Jubiläums "fand zum ersten Mal in der Geschichte Deutschlands ... ein Freimaurer-Ritual  in einer christlichen Kirche statt", nämlich in der evangelisch-lutherischen Hauptkirche St. Michaelis, dem berühmten Wahrzeichen "Hamburger Michel":
Zum ersten Mal durften ausgewählte Zuschauer und die Presse bei einer Freimaurer-Zeremonie dabei sein. Sie mussten allerdings nach einer Viertelstunde die Kirche wieder verlassen, berichtet der NDR.
Interessant ...


Alles Nähere, vor allem zur Haltung des hanseatischen Protestantismus der Freimaurerei gegenüber  HIER bei kath.net.







Mittwoch, 3. Oktober 2012

"Denk ich an Deutschland ..."

                                  "... in der Nacht,
dann bin ich um den Schlaf gebracht."

So dichtete einst Heinrich Heine.
Deutlicher formuliert es, wenn auch in anderem Kontext, Martin Wind in der Tagespost: "An Deutschland denken und sich empören."  In einer schonungslosen Bestandsaufnahme (DT 2.10.12)  zum Tag der Deutschen Einheit legt er dar,
weshalb man bei der hehren Begrifflichkeit von der "Einheit Deutschlands" eher die gesellschaftlichen, moralischen und ethischen Verwerfungen sehen und spüren kann, als die staatliche Souveränität zu feiern.
Und zur Begründung holt er weit aus:
Während der Schulzeit in den 1970er und 1980er Jahren wurde einem eingetrichtert, dass wir Deutschen aufgrund unserer einzigartigen Vergangenheit besonders sensibel mit Mitmenschen umgehen müssen. Eines der immer wiederkehrenden Schlagworte ... war: "Nie wieder!"  Nie wieder sollten Menschen aufgrund ihrer Rasse, ihres Geschlechts, ihrer Religion oder wegen ihres "Andersseins" diskriminiert, verfolgt oder gar getötet werden. Im Grundgesetz steht dieser Grundsatz an erster Stelle!   Heute - 22 Jahre nach der Wiedervereinigung  -  muss man erleben, dass einige deutsche Mitbürger aus vorgeblich "humanen Gründen" anderen Menschen das Lebensrecht absprechen.
Dem kann man nur zustimmen. 

Ich möchte den Gedanken noch etwas verdeutlichend weiterführen: 
Aus dem "Nie wieder!" ist längst ein "Schon wieder" geworden.  Allen Beschwörungsritualen "gegen Rechts" zum Trotz haben sich gewisse "Errungenschaften" des Dritten Reiches mehr oder weniger klammheimlich durch die Hintertür wieder nach Deutschland eingeschlichen  -  mit kräftiger Nachhilfe durch die politische Führung:  Euthanasie, Eugenik, Selektion lebensunwerten Lebens, Verhütung erbkranken Nachwuchses, totaler Zugriff des Staates auf Kinder und Jugendliche.

Eine vernichtende, eine empörende Bilanz der letzten 22 Jahre, in der Tat!
Gibt's da irgendwas zu feiern


"Denk ich an Deutschland in der Nacht ...!"



Montag, 1. Oktober 2012

Patriarchat und "Pater noster"

Drei eher zufällige Beobachtungen an einem ganz normalen Montag in der Blogoezese, oder vielmehr in dem bescheidenen Ausschnitt daraus, den meine Blog-Liste repräsentiert:

Catocon untersucht die Auswirkungen der "vaterlosen Gesellschaft" (ein Topos seit A. Mitscherlichs Studie von 1963)  auf die Kirche. Er konstatiert, natürlich zu Recht, einen Zusammenhang der Krise des Glaubens an den Gott und Vater Jesu Christi mit der Krise des Priesters, den als "geistlichen Vater" niemand mehr so recht ernst nehmen mag.  "Die katholische Kirche hat kaum noch priesterliche Berufungen", so Catocon.  Und  er fordert, ebenfalls zu Recht, "Mut zum Patriarchat".

Der Herr Alipius meldet "Dramatisches":   Im gesamten skandinavischen Raum, in dem die Zahl der Katholiken mit 250 000  deutlich unter der Einwohnerzahl z.B. Mannheims liegt, bereiten sich derzeit sechzig (!)  junge Männer auf das Priesteramt vor  -  eine Zahl, die nicht sehr weit unter derjenigen sämtlicher deutscher Bistümer liegen dürfte.

Und Eduard Habsburg berichtet von einem Aufenthalt in der Zisterzienser-Abtei Heiligenkreuz im Wienerwald, wo es jährlich "-zig Berufungen zum Priesteramt gibt". 
Im Stift leben derzeit 82 Mönche mit einem Durchschnittsalter von 48 Jahren. Und die Homepage weiß noch mehr zu berichten:
Pater Dominik Nguyen aus der vietnamesischen Abtei Phuoc-Ly ist der erste unserer Studenten aus Vietnam, der die Priesterweihe erreicht hat. ...  Insgesamt studieren 8 Zisterzienser aus Vietnam bei uns, derzeit kommen aber 4 weitere dazu.  Da die Klöster in Vietnam mit Berufungen übergehen, sind die Äbte sehr dankbar, dass ihrem Nachwuchs diese Ausbildung ermöglicht wird.
(Vgl. dazu auch diesen  Beitrag)
Womit hinreichend erwiesen sein dürfte, dass oben zitierter Befund von Catocon in erster Linie nur für den geistlichen Trümmerhaufen gilt, den die deutsch-katholische Kirche derzeit darstellt.
Wie wohltuend, befreiend und heilsam ist es doch immer wieder, den eurozentrischen Tunnelblick auszuweiten auf die Una Sancta, die wahre Oikumene !