Mittwoch, 31. Dezember 2014

Das alte Jahr ...


               ... verflossen ist,   wir danken Dir, Herr Jesu Christ;
ach, nimm sie auf, die kurze Zeit,   zum Opfer für die Ewigkeit.

Vertilge, was vom Bösen war,   des Guten Frucht mach offenbar;
die abgeschiednen Seelen all    nimm auf in Deiner Sel'gen Zahl.

Im neuen Jahr nach Deiner Treu   uns wieder Hilf und Rat verleih,
dass alles, was wir fangen an,   durch Deine Gnad sei wohlgetan.

Behüt uns all im ganzen Jahr   vor Seelenangst und Leibsgefahr;
gib jedem, Herr, sein bestes Teil    und allen einst das ew'ge Heil.
 
Streck aus, o Gott, die milde Hand   auf unser liebes Vaterland,
und segne gnädig Land und Leut,   halt ab Krieg, Pest und teure Zeit.

Gelobt sei und gebenedeit   die heiligste Dreifaltigkeit,
die ungeteilte Einigkeit   in gleicher Macht und Herrlichkeit.  Amen



Liedtext (nach Heinrich Bone) zitiert nach:  
Salve Regina.  Gebet- und Gesangbuch für das Bistum Speyer,  7. Aufl.  (1951)




Allen ein segensreiches Neues Jahr 2015 !


 

Samstag, 27. Dezember 2014

Et homo factus est

Bildquelle HIER

 "Und das Wort ist Fleisch geworden."  
Das Licht dieser Wahrheit zeigt sich dem, der es mit Glauben aufnimmt, da es ein Geheimnis der Liebe ist.  Nur wer sich der Liebe öffnet, wird vom Licht der Weihnacht umfangen.  So war es in der Nacht von Bethlehem, und so ist es auch heute.
Die Menschwerdung des Sohnes Gottes ist ein Ereignis, das in der Geschichte geschehen ist, über diese aber zugleich hinausgeht.  In der Nacht der Welt wird ein neues Licht entzündet, das sich den einfachen Augen des Glaubens, dem gütigen und demütigen Herzen, das den Erlöser erwartet, zeigt.  
Wenn die Wahrheit bloß eine mathematische Formel wäre, drängte sie sich gewissermaßen von selber auf.  Wenn jedoch die Wahrheit Liebe ist, verlangt sie Glauben, das "Ja" unseres Herzens.

Papst Benedikt XVI., Weihnachten 2010



Mittwoch, 24. Dezember 2014

Radix Jesse


Hochaltar-Bild,  Hauskapelle der Aktion Leben (siehe HIER)

Erit radix Jesse, et qui exsurget regere gentes,  
in eum gentes sperabunt.

Kommen wird der Sproß Jesse und Sich erheben, um über die Heiden zu herrschen;
auf Ihn werden die Heiden hoffen.
Rom. 15,12;   Is. 11,1. 10



Allen Lesern und Besuchern dieses Blogs
ein gnadenreiches Weihnachtsfest und Gottes Segen!









Dienstag, 23. Dezember 2014

Islamische Weihnachtslieder

Der Zentralrat der Muslime in Deutschland hat die Kirchen dazu ermuntert, zur Weihnacht islamische Lieder singen zu lassen.  "Das wäre ein wunderbares Zeichen des Friedens und der Anteilnahme", sagte Zentralratsvorsitzender Aiman Mazyek gegenüber der Bild.
... und während man  sich noch ungläubig die Augen reibt, folgt bereits der begeisterte Beifall unseres links-rot-grünen Spitzenpersonals (alles andere wäre ja auch eine faustdicke Überraschung): "Wir brauchen Verständnis, Achtung, Toleranz!"

Na klar doch:  Was Christen am aller-allermeisten brauchen, ist doch so ein klein wenig Verständnis, Achtung und Toleranz gegenüber der Religion des Friedens, die soeben kurz vor einem Welteroberungs-Etappenziel im Vorderen Orient steht:  der Ausrottung des Christentums in Ländern, in denen Christen ein halbes Jahrtausend lebten, bevor so etwas wie Islam überhaupt existierte.

Ich schätze mal, die Tatsache, dass Vorschläge wie der des "Zentralrats" überhaupt ernsthaft gemacht und ernstgenommen werden können, sagt wohl sehr viel mehr aus über die kirchlichen, geistigen und gesellschaftlich-politischen Zustände in diesem unserem Lande  als über die Gedankengänge von Herrn Mazyek und Co. und ihre Wertschätzung von "Frieden und Anteilnahme".

HIER der Bericht der Jungen Freiheit!

Update:  wertvolle Ergänzung:  Dieser makaber-satirische Beitrag von Geistbraus!










Samstag, 20. Dezember 2014

Missbrauch des Gewissens? - Bravo!

Zu unseren großen Glücksmomenten gehört zweifellos dieser Vorwurf:
Immer mehr Ärzte benutzen missbräuchlich ihr Gewissen, um sich nicht mehr an Abtreibungen beteiligen zu müssen.  (Original-Ton während einer EU-Sitzung, Brüssel)
Ein wunderbarer Vorwurf, finden wir, bestätigt er doch den Erfolg unserer jahrzehntelangen Bemühungen:  Wir verhandeln direkt mit den Ärzten und bewegen sie dazu, aus dem Abtreibungs-System auszusteigen.  Das ist sehr mühsam, zugegeben, aber eben auch sehr erfolgreich.  Tatsächlich ist in den vergangenen Monaten kein einziger Tag vergangen, an dem nicht ein neuer Arzt mit uns Kontakt aufgenommen hat!   


Aus dem Rundbrief der Tiqua e.V.,  Dezember 2014

Übrigens: Tiqua ist ein hebräischer Mädchenname, er bedeutet Hoffnung.
Für weitere Auskunft bitte HIER klicken!

Mittwoch, 17. Dezember 2014

Achtung! - Phobie !!

Neben der allgemein verbreiteten Klaustro-, Arachno-, Xeno-, Homo-, Trans-, Islamo-, Christiano- und weißdergeierwasnoch-phobie grassiert in unserem Nachbarland, der grande nation, neuerdings, passend zur Jahreszeit die ...


... Praesepiophobie !!!





 

Samstag, 13. Dezember 2014

Hilfe! - Jungfüchse!!

Altfuchs unter Dauerstress (siehe HIER)

Der einheimische Rotfuchs (Vulpes vulpes) ist aus Fabel und Tierepos gemeinhin als die Verkörperung von Schläue und Verschlagenheit bekannt.

Dass daneben so ein weiblicher Jungfuchs auch die pubertäre Dreistigkeit in Person ist, war mir bislang nicht so geläufig;  ich werde  mich daran gewöhnen müssen.

Kostprobe gefällig?  Bitteschön:
 
War ich da neulich mit meinen beiden angehenden Teenies zu Fuß unterwegs, bei abendlicher Dunkelheit und Kälte, in Jogginganzug und -schuhen, Kapuze überm Kopf.
Die Dreizehnjährige: "Ey, Papa, du siehst aus wie so'n neunzehnjähriger Gangsta, der sich nachts auf der Straße rumtreibt.  Fehlt nur noch in einer Hand 'ne Zigarette, in der andern 'ne Flasche Bier.  Und Gel im Haar!"

Die Elfjährige (beim Mittagessen):  "Papa, wie hieß eigentlich dein Opa?"  -  Ich: "Na ja, der eine hieß Franz, der andere Karl." -  Sie: "Aha, Karl der Große ..." -  Ich: "Wieso Karl der Große?" -  Sie: "Ach, Papa, du bist so uralt, da könnte Karl der Große dein Opa sein."

*uff* 





Donnerstag, 11. Dezember 2014

Glaube und Hoffnung

Wenig würdig ist es, zu glauben, weil man das Paradies erhofft.  Würdig ist es, zu glauben und nichts zu erhoffen.
Michael Klonovsky

Dienstag, 9. Dezember 2014

Montag, 8. Dezember 2014

Oha ...!

Wer zweimal selbes Wahrheit nennt, der hat den Heil'gen Geist verpennt!
Das jüngste Interview des Papstes mit La Nación und dessen "inhärente Logik" hat clamormeus gründlich unter die Lupe genommen.  Und was er da gefunden hat, ist schon beinahe ein wenig beängstigend.
"Bestenfalls bleibt alles schwierig" ... so sieht's aus!

Siehe auch HIER bei Theodor (zur Causa Burke).



Samstag, 6. Dezember 2014

Achtung - "Hassdelikt"!

An den Gott zu glauben, der die Liebe ist, verpflichtet zur Gottes- und Nächstenliebe, sogar zur Feindesliebe.  Aber nicht dazu, Verbrechen und Verkommenheit, Laster und Lüge zu lieben.  Hat Jesus die Pharisäer, Schriftgelehrten und Geldwechsler im Tempel geliebt oder gehasst, als er sie  -  nicht nur mit Worten  -  hart anging?  Heute würde er vielleicht als Hassprediger angeklagt ...

Mit solchen spannenden Fragen sondiert Prof. P. Wolfgang Ockenfels OP  in einem überaus klugen, lesenswerten Beitrag auf kath.net den Themenkreis "Liebe, Hass und Kriminalität".

Dabei ist die aktuellste und brennendste Frage wohl  die, was der Begriff "Hass" eigentlich im Strafrecht zu suchen hat.  Implizit wird hier recht deutlich, wohin die Reise ginge, wenn die totalitären Lustphantasien der GrünInnen und ihrer links-faschistischen GesinnungsgenossInnen erfolgreich umgesetzt und die ohnehin schon bestehenden Denk- und Sprechverbote endgültig strafrechtlich sanktioniert würden.

Das Ganze HIER!




Dienstag, 2. Dezember 2014

Die Flucht vor Gott


Es ist die Aufgabe aller Christen, vergessen wir das nie, der Welt die Hoffnung zurückzuschenken, die Hoffnung Christi, in dem wir die große Flucht vor Gott zum Stillstand bringen.  Diese sinnlose Flucht.  Denn Gott ist der Anfang und das Ende alles Geschaffenen.  Wir müssen die Menschen überzeugen, dass ihr Weglaufen sinnlos und unlogisch ist, denn es führt zu nichts weiter als zur irdischen und ewigen Glücklosigkeit.
 
Don Álvaro del Portillo 

zitiert nach:  Fatima ruft ,  4/2014,  S. 12


Im März dieses Jahres hat sich der Geburtstag von Bischof del Portillo zum hundertsten Mal, sein Todestag zum zwanzigsten Mal gejährt.  Die Seligsprechung erfolgte 2013.

 

Samstag, 29. November 2014

Respekt!

Toleranz gegenüber Andersdenkenden, deren Anschauungen einem selbst zuwider sind, beruht auf  Respekt  -  wörtlich "Rücksicht(nahme)"  -  also der Achtung, um nicht zu sagen Ehrfurcht vor der personalen Würde ebendieses Anderen.

Ein leuchtendes Beispiel für eine solche konsequente Haltung  respektvoller Toleranz lieferte uns vor einer Woche ...


... die Grüne Jugend am Rande der DEMO FÜR ALLE in Hannover.

Die Adressaten solchen Respektes waren übrigens die Teilnehmer der genannten Demonstration.

Bei diesen Demonstranten aber handelte es sich durchwegs um verantwortungsbewusste Staatsbürger und besorgte Eltern, die ihr Grundrecht auf freie Meinung und Äußerung derselben (GG Art. 5 und 8) friedlich und gewaltlos wahrnahmen und auf diese Weise ein weiteres Grundrecht einforderten, das im Artikel 6 des Grundgesetzes verbrieft ist und das uns nicht nur berechtigt, sondern auch verpflichtet, unsere Kinder vor einem ungeheuerlichen Verbrechen zu schützen,  das in der Geschichte der Menschheit wohl ohne Beispiel dasteht:  dem von der Staatsgewalt protegierten, sogar organisierten, jedenfalls gewollten sexuellen Missbrauch Schutzbefohlener.

Übertrieben, diese Formulierung?   -  Man klicke HIER.





Mittwoch, 26. November 2014

Silvester

Heute ist Silvester!
Glaubst Du nicht?  Guckst Du HIER!

Und kommenden Sonntag ist Erster Adventssonntag:  Neujahr!
Na also, passt doch!



Samstag, 22. November 2014

Universitärer Gender-Irrsinn

Lebensabschnittsgefährt_In, egal ob du Frau, Mann, homo-, trans-, bi-, inter-  oder heterosexuell bist.  Mir ist bewusst, dass ich weiß, männlich, gesund und deshalb privilegiert bin.  Aber ich würde gerne mit dir auf eine Weltreise gehen, sofern das auch für dich ok ist.  Wir teilen uns natürlich dafür die Kosten, denn mir ist wichtig, dass du dich nicht diskriminiert fühlst.  Aber wir sollten vielleicht dabei bedenken, dass in 50 Staaten Homosexuelle unterdrückt werden ...
Was der Quatsch soll?  -   Na ja, so könnte die zensierte Version einer harmlosen, konventionellen, romantischen Liebes-Schmonzette des Rappers Cro  ("Baby, bitte mach dir nie mehr Sorgen um Geld.  Gib mir nur deine Hand ...")  klingen  -  nachdem die Gender-Spezialisten der Berliner Humboldt-Universität sich darüber hergemacht haben.

Auch den Gebrüdern Humboldt als den Namensgebern ihrer Uni würden diese ebenso geistesverwirrten wie übereifrigen Leutchen am liebsten den Garaus machen.  Warum?  Das und noch mehr erfährt man HIER in Michael Ginsburgs WELT-Essay zum GenderInnen-Wahn.


Mittwoch, 19. November 2014

Das berühmte Blatt Papier, ...

"Hallo, Kumpel!"
... das angeblich nicht zwischen Papst Benedikt und seinen Nachfolger passt, kam mir in den Sinn, als ich das hier las: 

Zusammen mit Fausto Bertinotti und Eugenio Scalfari ist Marco Pannella der elektrisierteste Fan von Papst Bergoglio ("Viva il Papa!", "Wir Radikalen lieben ihn sehr", "Ich möchte Staatsbürger des Vatikans werden").  Als Benedikt XVI. regierte, zog Pannella mit dem Schild "No Taliban, No Vatican" auf den Petersplatz.  So ändern sich die Zeiten.

Dies der Auftakt zu einer kritischen Analyse des derzeitigen Pontifikats (in der auch die drei  genannten  Papst-Fans in Fußnoten  vorgestellt werden)   aus der Feder  von Antonio Socci, erschienen in der italienischen Tageszeitung Libero.
Richtig spannend, das Ganze:  HIER die Übersetzung!



Samstag, 15. November 2014

Die Stärke der Kirche

Die Unzeitgemäßheit der Kirche, die einerseits ihre Schwäche bedeutet  -  sie wird abgedrängt  -, kann auch ihre Stärke sein. Vielleicht können die Menschen ja doch spüren, dass gegen die banale Ideologie, von der die Welt beherrscht wird, Opposition nötig ist und dass die Kirche gerade modern sein kann, indem sie anti-modern ist, indem sie sich dem, was alle sagen, widersetzt.  Der Kirche fällt eine Rolle des prophetischen Widerspruchs zu, und sie muss auch den Mut dazu haben.  Gerade der Mut der Wahrheit ist  -  auch wenn er zunächst eher zu schaden scheint, eher Beliebtheit wegnimmt und die Kirche gleichsam ins Ghetto zu drängen scheint  -  in Wirklichkeit ihre große Kraft.
Joseph Kardinal Ratzinger 

im Gespräch mit Peter Seewald,  in:  Salz der Erde.  München 1996

Mittwoch, 12. November 2014

Das Symbol des Kreuzes




Wie wir den Kreis zum Sinnbild der Vernunft und des Irreseins erklärt haben, so erscheint uns das Kreuz bestens geeignet, zugleich das Mysterium und die geistige Gesundheit zu symbolisieren. Der Buddhismus ist zentripetal, das Christentum hingegen zentrifugal:  es bricht aus.  Denn der Kreis ist seiner Natur nach vollkommen und unendlich, sein Umfang allerdings steht ein für allemal fest:  er kann weder größer noch kleiner werden.  Das Kreuz dagegen mag zwar im Kern einen Konflikt und Widerspruch enthalten;  es kann aber seine vier Arme beliebig ausdehnen, ohne jemals die Form zu verändern.  Weil in seinem Zentrum ein Paradox steht, kann das Kreuz wachsen, ohne sich zu verändern.  Der Kreis kehrt in sich zurück und ist gebunden.  Das Kreuz streckt seine Arme in alle vier Himmelsrichtungen; es ist ein Wegweiser für Menschen, die sich frei bewegen wollen.

 Gilbert Keith Chesterton


in:  Orthodoxie.  Eine Handreichung für die Ungläubigen.  Kißlegg  2011,  S. 63 f.


Samstag, 8. November 2014

Ein Mann gegen Hitler


Heute vor fünfundsiebzig Jahren, am späten Abend des 8. November 1939, erschütterte eine gewaltige Detonation den Bürgerbräu-Keller in München und ließ die Decke des großen Festsaals einstürzen. Sieben Tote und 63 Verletzte gab es unter den Teilnehmern der NSDAP-Veranstaltung, die soeben zu Ende ging.  Der Redner des Abends allerdings, dem die 50-kg-Bombe mit Zeitzündung eigentlich hätte den Garaus machen sollen, war zu diesem Zeitpunkt bereits auf dem Weg zum Hauptbahnhof:  Adolf Hitler.  Um eine knappe Viertelstunde war er seinem Schicksal entgangen, was den Mythos von der Vorsehung begründete, die dem deutschen Volk den Führer geschenkt habe und ihn behüte und bewahre.


Etwa zur selben Zeit wurde an der deutsch-schweizerischen Grenze bei Konstanz von Zollbeamten ein verdächtiger, sechsunddreißigjähriger Mann aufgegriffen, der schon bald ein Geständnis ablegen sollte: "Ich war es  -  ich ganz alleine"  - allen Vermutungen und Gerüchten von irgendwelchen Hintermännern und Drahtziehern zum Trotz!
Nur wenige Schritte hatten Johann Georg Elser, den schwäbischen Schreinergesellen,  von der Freiheit getrennt.

Und wie um die Tragik dieses einsamen Helden zu vollenden, hat ihn am 9. April 1945 die SS im Konzentrationslager Dachau ermordet   -   nur knappe drei Wochen vor dessen Befreiung!

Ehre seinem Andenken !


Mittwoch, 5. November 2014

Der Materialist

Er begreift alles, und was er begreift, scheint das Begreifen gar nicht zu lohnen.  Sein Kosmos mag bis zum letzten Nietnagel und Zahnrädchen vollständig sein, und doch ist er kleiner als unsere Welt. ...
Er  weiß nichts von den wirklichen Dingen auf Erden, den kämpfenden Völkern oder stolzen Müttern, der ersten Liebe oder der Todesangst auf dem offenen Meer.  Die Erde ist so ungeheuer groß und der Kosmos so außerordentlich klein.  Der Kosmos ist so ziemlich das kleinste Loch, in dem ein Mensch seinen Kopf verstecken kann.
 
Gilbert Keith Chesterton


in:   Orthodoxie.  Eine Handreichung für die Ungläubigen.  Kißlegg  2011,  S. 54


Samstag, 1. November 2014

In Festo Omnium Sanctorum

Roma,  S. Maria ad Martyres  (siehe HIER)


Timete Dominum, omnes Sancti eius:  quoniam nihil deest timentibus eum.  Inquirentes autem Dominum , non deficient omni bono.
Alleluia, alleluia.  Venite ad me, omnes, qui laboratis et onerati estis:  et ego reficiam vos.  Alleluia.

Fürchtet den Herrn, ihr Seine Heiligen alle;  denn nichts fehlt denen, die Ihn fürchtenGottsuchern bleibt von allen Gütern keines vorenthalten.
Kommet alle zu mir, die ihr mühselig und beladen seid;  Ich will euch erquicken.

Graduale vom Fest Allerheiligen  (Ps.34,10f;  Mt 11,28)
 
 

Dienstag, 28. Oktober 2014

Altfüchse haben's schwer


Das Bild zeigt einen ziemlich überforderten Altfuchs, sich mit seinen beiden übermütig pubertierenden Jungfüchsinnen herumbalgend.

Na schön, ich gebe zu  -  die Szene ist publikumswirksam nachgestellt,  und zwar im Deutschen Jagd- und Fischereimuseum  zu München.  

Untergebracht ist dieses in der profanierten Augustinerkirche, einer schönen, barockisierten gotischen Basilika  in der Neuhauser Straße, gleich neben St. Michael im Herzen der Altstadt.

Das Münchner Augustiner-Eremiten-Kloster wurde Anno 1803 säkularisiert.  Zu seinem Erbe gehört neben der Kirche auch die älteste noch bestehende Brauerei Münchens:  der Augustiner-Bräu.



 

Samstag, 25. Oktober 2014

Aber gewiss doch, Frau Merkel, ...

"... der Islam gehört zu Deutschland" !
Ganz so wie der Herr Wulff es gesagt hat.

Er, der Islam,  gehört doch  ganz ohne Frage zu diesem "tollen Integrationsland"!
Ganz genau so, wie das C, nicht wahr, zur CDU gehört.

Oder vielleicht auch das zweite D zur DDR seligen Angedenkens?

Nichts für ungut, Frau Merkel  -  aber vera***en kann ich mich selber!












Donnerstag, 23. Oktober 2014

Drei Frauen in der Kirche

Wilhelm Leibl:  Drei Frauen in der Kirche



Der Maler Wilhelm Leibl  wurde heute vor einhundertsiebzig Jahren geboren.

Mit drei seiner schönsten Werke hat  ALTMOD  ihn  HIER vorgestellt.


Dienstag, 21. Oktober 2014

Voller Erfolg: DEMO FÜR ALLE !

Diesmal will ich's kurz machen:  Verlinkte Blogs (siehe unten!) haben alles Wichtige bereits publik gemacht.
Am vorgestrigen Sonntag  erreichte die DEMO FÜR ALLE in Stuttgart einen neuen Rekord mit knapp dreitausend Teilnehmern !!

Damit ist eine parallele Tendenz zum Berliner Marsch für das Leben zu konstatieren!  Eine langsam, aber stetig wachsende Bewegung gegen staatlich gelenkten oder protegierten sexuellen Kindesmissbrauch und für den Schutz des Lebens in Baden-Württemberg und anderswo!  

Ein großartiger Erfolg, zumal in Anbetracht des Bahnstreiks!

Die Rekordzahl der Demonstranten darf man wohl auch als Trotzreaktion gegen die Stuttgarter Regierung deuten, die eine Petition von annähernd 200000  Bürgern gegen die Sexualisierungs-Pläne einfach vom Tisch gewischt hat.



Andererseits: Bei herrlichstem Spätsommerwetter ist das Demonstrieren im Stuttgarter Schlosspark ja fast sowas wie ein Sonntagsspaziergang!

Zumal die wenigen hundert meist "antifaschistischen" Gegendemonstranten, verglichen mit früheren Demos am selben Ort , zahlenmäßig wie auch vom Auftreten her (auch dank der Polizei!) diesmal ein fast verlorenes Häuflein bildeten.
Mir haben sie fast ein bisschen leid getan (aber wirklich nur ein bisschen!)

Blogger Richelieu bringt zwei sehr anschauliche Bild-Beiträge und zeigt vor allem deutlich, dass die totalitären, gewaltbereiten "Nazis", "Faschisten" u.ä. mitnichten auf der Seite der Demo für Alle zu suchen und zu finden sind.

Weitere informative Berichte, Kommentare, Bilder und Hintergrund-Daten findet man HIER und HIER und HIER und HIER und HIER!

On ne lâche rien !    -    We have a dream !








 

Samstag, 18. Oktober 2014

Gott, ich danke Dir, ...

... dass ich nicht wie die anderen Menschen bin    ...  wie dieser Pharisäer dort ...     ( Lk 18, 11) ...

... oder habe ich da jetzt was durcheinander gebracht ?






Mittwoch, 15. Oktober 2014

Klartext von Bischof Livieres

S. Exz. Rogelio Livieres Plano, amtsenthobener Bischof von Ciudad del Este, Paraguay, zur aktuellen Bischofssynode:
Zu segnen und zu akzeptieren, "was alle fordern", ist weder Barmherzigkeit noch pastorale Liebe.  Es ist vielmehr Trägheit und Bequemlichkeit, weil wir darauf verzichten, zu evangelisieren und zu erziehen.  Und es ist ein Kniefall vor den Menschen, weil uns wichtiger ist, was sie sagen werden, anstatt prophetisch im Gehorsam gegenüber Gott zurechtzuweisen.  ...   Innerhalb der Kirche  -   und neuerdings auf einigen der höchsten Ebenen   -   "weht ein neuer Wind", der jedoch nicht vom Heiligen Geist ist. ...
Diese und noch mehr glasklare Worte sind HIER nachzulesen  -  unter dem Titel "Hoffnung wider die Gefahr des Schismas".   -  Pflichtlektüre !

Papst Bergoglio weiß schon sehr genau, wen er da so alles kaltstellt und aus dem Weg räumt.

Überaus lesenswert zum Thema auch Dieser Beitrag von Roberto de Mattei auf Katholisches.info.

Montag, 13. Oktober 2014

Richard Collins R.I.P.

Der sympathische Blogger von LINEN ON THE HEDGEROW,  Richard Collins aus Wales, ist vorgestern verstorben.
Die traurige Nachricht kam mit Diesem Post (Link) auf seinem Blog.

Schließen wir ihn und seine Familie ins Gebet ein.
Requiescat in pace.


Update:  Requiem für Richard  HIER.




Donnerstag, 9. Oktober 2014

Nolite conformari ... (Rom 12,2)

Handeln wir niemals, um der Welt zu gefallen.  Haben wir den Mut, die Kritik und die Missbilligung der Welt zu ertragen;  wenn Gott zufrieden ist, braucht uns nichts anderes zu bekümmern.
Rafael Card. Merry Del Val

HIER gefunden.  Irgendwelche Bezüge zu derzeitigen Entscheidungsprozessen innerhalb der Kirche sind weder zufällig noch unbeabsichtigt.

 

Montag, 6. Oktober 2014

Er ist wieder da, ...



... der Groß-Inquisitor  -  ohne Gnade und Erbarmen, ...

... nur heute offenbar unter umgekehrten Vorzeichen wie vor fünfhundert Jahren.

Häretiker jedenfalls und Leute, die Missbrauch mit der Liturgie treiben,  haben, scheint's, von ihm nichts zu befürchten.






Samstag, 4. Oktober 2014

En avant - LMPT !!


"Frankreich powert" - und zwar am morgigen Sonntag in Paris und Bordeaux:  gegen Gender-Ideologie in den Schulen !
Und weil Cinderella dies schon vorgestern auf dem Beiboot Petri sehr schön präsentiert (Link) und kommentiert hat, hänge ich mich hier einfach mal dran !


Mittwoch, 1. Oktober 2014

Im Namen des Islam ...

Erstaunlich ist sie schon, die Hartnäckigkeit, mit der man uns dieses "Islam-Religion-des Friedens"-Gesäusel in die Ohren bläst.  Vertreter des politischen wie des kirchlichen Establishments im Verein mit solchen des in Europa arrivierten Islam wollen uns unentwegt weismachen, Terror und Menschenschlächterei des real existierenden Islam hätten nichts, aber auch wirklich, wirklich gar nichts mit der "wahren" Lehre des Koran zu tun.
Herr Biedermann und seine Brandstifter lassen grüßen.

Zu dieser Schmierenkomödie hat nun Henryk M. Broder einmal wieder einen "Offenen Brief", der sich gewaschen hat, vom Stapel gelassen.  Kostprobe:
 Liebe muslimische Mitbürger und Mitbürgerinnen, ...
... Ich finde es gut, dass Ihr letzten Freitag "ein Zeichen" gesetzt habt, gemeinsam mit dem deutschen Innenminister, dem Präsidenten des Zentralrats der Juden in Deutschland und dem Ratsvorsitzenden der Evangelischen Kirche in Deutschland, die zu Euch so gesprochen haben, wie man zu begriffsstutzigen Kindern spricht: ganz laaaangsaaaam und jedes einzelne Wort betonend. ...
Überaus lesenswert (HIER) , auch wenn man als Katholik dem Autor nicht in allen Punkten  -  etwa der Frage nach der wahren Religion  -  folgen mag.

Sehr erhellend zum Thema auch der gestrige Kommentar von Hubert Hecker bei Katholisches.




Samstag, 27. September 2014

Mittelalter

Der Fortschrittsgläubige beruhigt sich über die Gewalttaten seiner Zeitgenossen, indem er sie als mittelalterlich bezeichnet.
Michael Klonovsky

Mittwoch, 24. September 2014

"Kritik am Islam ..."

... scheint heute verboten zu sein, und das ist eine der gefährlichsten Erscheinungsformen der politischen Korrektheit.
So eine zutreffende Feststellung von George Weigel, dem US-amerikanische Publizisten und Biographen von Papst Johannes Paul II., in einem Interview mit der Wochenzeitschrift Tempi.
Näherhin geht es darin um die "wahre Natur des dschihadistischen Islam" und die Aktualität der berühmten "Regensburger Rede" von Papst Benedikt XVI. aus dem Jahr 2006.  Dazu vergleiche man auch Diesen kath.net-Artikel mit einer diesbezüglichen Ansprache von Bischof Voderholzer.



Samstag, 20. September 2014

Nikolaus von Kues

Vor wenigen Wochen, am 11. August, hat der Todestag des Kirchenfürsten, Philosophen und Humanisten Nikolaus von Kues (Nicolaus Cusanus, 1401-1464) sich zum 550. Mal gejährt. 

Ein Foto von seinem großartigen Grabmal habe ich vor fast einem Jahr von meiner Rom-Reise mitgebracht. Es befindet sich in der damaligen Titelkirche des Kardinals, der Basilica S. Pietro in Vincoli, worauf die thronende Gestalt des Hl. Petrus, dem der Engel die Ketten abnimmt (Apg 12,7), hinweist.  Dem Engel gegenüber kniet Nikolaus selbst, und unterhalb des Reliefs ist sein "sprechendes" Kardinalswappen zu sehen, das seinen bürgerlichen Familiennamen Cryfftz (Krebs) darstellt.


Das lateinische Epigramm lautet übersetzt:  "Nikolaus, der vor deinen Ketten, Petrus, kniet, hat dieses Denkmal errichten lassen  -  den Rest enthält ein Marmorgrab."  -  1465

Dass in dem gewaltigen literarischen Werk dieses großen Gelehrten auch die Seelsorge für die "kleinen Leute" nicht zu kurz gekommen ist, mag folgendes Zitat aus seiner kleinen Schrift Die Vaterunser-Erklärung in der Volkssprache, verfasst im Jahre 1441 im moselfränkischen Dialekt (!), verdeutlichen:
Nun erkenne in diesen Worten  Unser tägliches Brot gib uns heute:  Da wir Wanderer sind, lehrt uns Jesus, dass wir unbesorgt sein sollen, weil Gott uns das zu diesem Leben Notwendige geben will von Tag zu Tag, bis wir von hinnen scheiden.  Darum sollen wir keinen Fleiß aufwenden, in Habgier vieles zusammenzuraffen, als wären wir nicht Wanderer, sondern feste Einwohner dieses Erdreiches, oder als wüsste Gott nicht, was wir nötig haben, und das in der Zeit nicht geben könne.
 zit. nach:  Nikolaus von Kues, Textauswahl in deutscher Übersetzung, Bd.2.  Trier  (2. Aufl.) 1999, S. 24


   

Donnerstag, 18. September 2014

"Es ist lächerlich, ..."

... einer Institution, die seit 2000  Jahren die Erbsünde predigt, Vorwürfe zu machen, wenn einer ihrer Repräsentanten gesündigt hat.
... meint Michael Klonovsky, ein Meister des pointierten Aphorismus wie überhaupt des kritisch-autonomen Selbst-Denkens.
Seine Homepage findet man HIER.




Samstag, 13. September 2014

Zum Fünfhundertsten


Bildquelle:  DIE RHEINPFALZ / Steffen Boiselle







Und schon sind sie wieder verflossen, die Sommerferien, der Herbst ist ins Land gezogen und der graue Alltag hat sich unser bemächtigt.
















Lassen wir uns von den vielen großen und kleinen Katastrophen-Meldungen nicht verwirren und entmutigen, nehmen wir vielmehr den freudigen Anlass wahr, den geneigten Lesern hiermit
den fünfhundertsten Annotatiunculae-Post
zu präsentieren!




Grund genug, das bewährte Pfälzer Dubbeglas mit einem anständigen Riesling-Schorle zu füllen, auf die Zukunft anzustoßen und selbige mit frischem Mut und Gottes Hilfe in Angriff zu nehmen. 

Allen Lesern und Besuchern: 
Auf Euer Wohl!




Samstag, 23. August 2014

Auszeit!


... und zwar bis zur zweiten Septemberwoche   -   bis dann, servus, ciao !

Samstag, 16. August 2014

Hl. Märtyrer von Otranto


Die Reliquien der Heiligen (Bildquelle HIER)



Vorgestern, am 14. August, gedachte die Kirche nicht nur des Martyriums des Hl. Maximilian Kolbe, sondern auch der Hl. Märtyrer von Otranto.

Nur ein katholisches Blog  -  jedenfalls in meinem Blickfeld  -,  nämlich Allotria Catholica,  hat mit einem schönen Post und einem Gebet an letztgenannten Gedenktag erinnert, so dass, wie mir scheint, die geringe Bekanntheit dieser Märtyrer und ihrer Geschichte  -  zumindest außerhalb Italiens  -  in umgekehrtem Verhältnis steht zu ihrer aktuellen Bedeutung angesichts der furchtbaren Christenverfolgung im Orient.

Ein kurzer Abriss:
Nach dem Fall Konstantinopels (1453) griffen die eroberungshungrigen Heerscharen des Sultans weiter nach Westen aus und belagerten im Jahr 1480 die Küstenstadt Otranto in Apulien, strategisch bedeutend wegen ihrer Lage am "Absatz" des italienischen Stiefels:  ein idealer Brückenkopf zur Balkan-Halbinsel.
Nach zweiwöchiger Belagerung und Beschießung wurde die Stadt erstürmt.  Der Überlieferung nach weigerten sich 800 überlebende Bürger unter Führung von Antonio Primaldo, sich dem Islam in irgendeiner Form zu unterwerfen und wurden daraufhin enthauptet.
Später wurde Otranto durch christliche Truppen wieder befreit.

Im Februar 2013 hat Papst Benedikt XVI.  -  im selben denkwürdigen Konsistorium, in dem er auch seinen Amtsverzicht bekanntgab  -   die Heiligsprechung der Märtyrer von Otranto angekündigt.  Drei Monate später hat Papst Franziskus diese vollzogen.

Weitere Informationen mit eindrucksvollen Bildern findet man HIER bei Allotria Catholica, HIER bei Ad Tiliam und HIER im Heiligenlexikon.
  

Heiliger Antonio Primaldo und Gefährten,  bittet für uns !


Mittwoch, 13. August 2014

Was können wir tun? (2)

Adolf Hitler, der Führer der NSDAP, tat bekanntlich im November 1923 einen ersten Griff nach der Macht, scheiterte aber kläglich vor der Münchner Feldherrnhalle. Nach einer lächerlich kurzen Haftstrafe gab er für seine "Bewegung" eine neue strategische Parole aus: "Die Demokratie mit ihren eigenen Waffen schlagen!"  -  der berühmt-berüchtigte "Legalitätskurs".  Acht Jahre später war er am Ziel.
 
Heute, wiederum achtzig Jahre später, deuten immer mehr Symptome darauf hin, dass die "Achtundsechziger"- Bewegung   -  ungleich raffinierter als Hitler  -  kurz vor dem Ziel ihres "Marsches durch die Institutionen" steht und somit auch diese Republik sich rasant dem Ende ihrer Geschichte nähert:  dem Zustand eines debilen, suizidalen Gutmenschen-Irrenhauses, der Anarchie, des Bürgerkriegs.

Margot Käßmann   (Bildquelle HIER)




Was steht als nächstes auf dem Programm?
Die Abschaffung der Bundeswehr sowie der Polizei ?

Wunderbar!  Dschihad und Kalifat brauchen keinen Finger zu rühren;  wir schaffen das alles ganz alleine ohne die.

Gute Nacht, Deutschland!



Um nicht im Negativen, in Defätismus und Resignation steckenzubleiben, ist es notwendig, nach Auswegen und Heilmitteln Ausschau zu halten. Also:  sich warm anziehen und auf alles gefasst sein.  Auf  Jesus Christus bauen. Den Schulterschluss mit Gleichgesinnten, mit Menschen guten Willens suchen. Und dabei in Betracht ziehen, ob nicht vielleicht doch noch ein kümmerlicher Rest der berühmten "Selbstheilungskräfte der Demokratie" sich mobilisieren ließe.
Kurzum einfach das, was der Herr Alipius empfiehlt: HIER und auch HIER.








Montag, 11. August 2014

Was können wir tun ?


Was können wir Christen im Westen tun ?
So die Interview-Frage von Oliver Maksan an Louis Raphael Sako, Patriarch der chaldäisch-katholischen Kirche im Irak.


Von der Antwort sollten wir uns jeden einzelnen Satz zu Herzen nehmen und hinter die Ohren schreiben:
Die Christen im Westen sind sehr schwach.  Es gibt dort gute Christen, die uns mit ihrem Gebet und auch materiell unterstützen.  Aber ihr Einfluss ist gering.  Insgesamt tut der Westen überhaupt nichts.  Wir sind sehr enttäuscht.  Sie schauen unbeteiligt zu.  Fußball interessiert dort mehr als die Lage hier oder in Syrien.  Die westliche Politik folgt nur wirtschaftlichen Interessen. 
Textzitat- und Bild-Quelle HIERPURmagazin 8/9, 2014, S. 16-17 


Danke, Exzellenz.  Dem ist nichts hinzuzufügen.



Aber auch den "Unbeteiligten", den "religiös-weltanschaulich Neutralen" hierzulande, müsste es allmählich dämmern:


Die Kopf-in-den-Sand-Strategie endet meistens tödlich !



Karikatur gefunden auf dem  Beiboot Petri

Samstag, 9. August 2014

Kirche in Not!

Ich liege wohl nicht ganz falsch mit der Annahme, dass die Ungeheuerlichkeiten, die sich in diesen Wochen in Syrien und dem Irak abspielen, die umfangreichste und gewalttätigste Verfolgung von Christen in der Geschichte der Kirche darstellen, die ersten zweieinhalb Jahrhunderte im Römischen Reich inbegriffen.  Unfassbar und erschütternd allein schon die menschliche Tragödie.  Furchtbar aber auch die brutale Zerstörung gewachsener kirchlicher Struktur und christlicher kultureller Tradition.

Frischer Wind dokumentiert (HIER) einen dringlichen Aufruf von Kirche in Not an das deutsche Staatsoberhaupt und die Regierungschefin, einen Völkermord im Irak zu verhindern.

Die Homepage des Hilfswerks Kirche in Not findet man HIER.

Der Hilferuf des Chaldäischen Patriarchen, Louis Raphael Sako, aus Bagdad wurde auf dem Beiboot Petri im Original nebst Übersetzung  (HIER) veröffentlicht.

Für diejenigen, die, über ihr Gebet für die verfolgten Christen hinaus, materiell-pekuniäre Hilfe beisteuern wollen, werden bei Pro Spe Salutis (HIER) Möglichkeiten aufgezeigt.





Donnerstag, 7. August 2014

Philippika


Demosthenes

Philippika?  Da war doch mal was ...

Ja, richtig:  Einige beherzte Brandreden von Demosthenes gegen König Philipp von Makedonien, für die Freiheit Athens.  Cicero hat es ihm nachgemacht, für die Freiheit der römischen Republik, gegen Antonius, den Caesarianer, und dabei hat er sich buchstäblich um Kopf und Kragen geredet.  Gemeinsam war beiden Meister-Rednern ihre Liebe zum Vaterland, zur Freiheit, zur Wahrheit.  Und beide sind letztlich gescheitert. Was ihre Vorbildwirkung bis heute eher noch gesteigert hat.  Es ist der Sieg des Geistes über die politische Macht.

Oratio Philippica also:  ein rhetorisches Meisterstück, das Aufklärung und Attacke, rhetorische Verve und sachliche Fundierung, Polemik und Strategie, Taktik und Courage vereinigt, gerne auch gewürzt mit einer Prise "Wut im Bauch".



Als Anschauungsmaterial empfehle ich die "Philippika" auf Superpelliceum, wo Laurentius mächtig vom Leder zieht, um das dümmlich-verlogene Geschwafel von der "Europäischen Wertegemeinschaft" zu enttarnen.

Auch nicht von schlechten Eltern:  der Kommentar von Damasus auf dem Beiboot Petri, in dem es um die "Selektive Barmherzigkeit" bei Papa Buonasera geht.
Na ja, wer sich als Pontifex Maximus öffentlich die Wange tätscheln lässt, kriegt halt gelegentlich auch mal die Wahrheit um die Ohren gehauen ...



Dienstag, 5. August 2014

Wie recht sie doch hatten, ...

... der Kaiser und der Papst !
 Wie lautete er gleich wieder, jener Satz des byzantinischen Kaisers Manuel II. Palaiologos, den Papst Benedikt XVI. bei seiner ominösen Regensburger Vorlesung im September 2006 zitierte?  "Zeig mir doch, was Mohammed Neues gebracht hat, und da wirst du nur Schlechtes und Inhumanes finden, wie dies, dass er vorgeschrieben hat, den Glauben, den er predigte, durch das Schwert zu verbreiten."  Für den damaligen Bischof von Rom wurde der Auftritt zum PR-DesasterWie steht es heute mit dem acht Jahre alten Zitat, mit dem 600 Jahre alten Satz?  Bewahrheitet die Aussage sich nicht tagtäglich ?
So die rhetorische Frage von Frank A. Meyer auf Blick.ch.
Das Ganze HIER.



Donnerstag, 31. Juli 2014

Hl. Ignatius von Loyola


Nimm hin, Herr, und empfange meine ganze Freiheit, mein Gedächtnis, meinen Verstand und meinen ganzen Willen, all mein Haben und Besitzen.  Du hast es mir gegeben.  Dir, Herr, gebe ich es zurück.  Alles ist Dein, verfüge nach Deinem ganzen Willen.  Gib mir Deine Liebe und Gnade, denn diese genügen mir.

Aus dem Exerzitienbuch des Hl. Ignatius (234)


Grabstätte des Hl. Ignatius  -   Il Gesù,  Rom (LINK)




Mittwoch, 30. Juli 2014

Nicht vergessen: Gebetstag !

 Für übermorgen hat die Priesterbruderschaft St. Petrus aufgerufen zu einem

NUN



Gebetstag für die verfolgten Christen im Nahen Osten

am Herz-Jesu-Freitag, den 1. August


(Näheres HIER bei Frischer Wind)


Das hier abgebildete Schriftzeichen Nun aus dem arabischen Alphabet steht für "Nazarener". Mit diesem Zeichen markieren islamische Mörderbanden in den urchristlichen Ländern Syrien und Irak die Häuser der Christen und zwingen diese, sich entweder dem Islam zu unterwerfen oder zwischen Vertreibung und Ermordung zu wählen (mehr dazu HIER).

Für uns soll es zu einem Zeichen der Solidarität mit den orientalischen Christen und der Verbundenheit im Glauben und im Gebet werden !


UpdateHIER bei katholisches.info !






Samstag, 26. Juli 2014

Hl. Mutter Anna

 
Hl. Anna mit ihrer Tochter Maria  -  Il Gesù,  Rom (LINK)







Gaudeamus omnes in Domino diem festum celebrantes sub honore beatae Annae:  de cuius solemnitate gaudent Angeli et collaudant Filium Dei.

Frohlocken lasset uns alle im Herrn bei der Feier des Festtags zu Ehren der Hl. Anna.  Ob ihres Festes frohlocken die Engel und jubeln das Lob des Gottessohns.

Introitus zum Fest der Hl. Anna 

Donnerstag, 24. Juli 2014

"Die Zerstörung von Kulturgütern ..."

"... von unschätzbarem historischem Wert" ist es, die der UNESCO derzeit große Sorgen macht und sie veranlasst, einen Notfallplan vorzubereiten.
Gemeint sind diejenigen Kulturgüter, Bauwerke, Kunstwerke etc., die im Nahen Osten von der Vernichtung durch islamische Barbarenhorden bedroht sind.
Schön und gut.  Bravo, UNESCO !

Nur wäre es jetzt allerhöchste Zeit, UNO und EU etc.,  die Prioritäten zurechtzurücken !
Da hat der Herr Alipius schon mal den Anfang gemacht: HIER !




Samstag, 19. Juli 2014

Die Helden des 20. Juli


Das offizielle Deutschland bewahrt ihnen heute zu Recht  -  nach heftigen Auseinandersetzungen um die Berechtigung des Attentats noch in den 1950er Jahren  -    ein ehrendes Andenken.  Aber sind die Männer des 20. Juli für die deutsche Gegenwartsgesellschaft dennoch nicht eher fremde als vertraute Helden ?
... so fragt im Feuilleton der Tagespost  (vom 17.7.2014, S. 9: "Vertraute Helden, fremde Helden")  Stefan Gerber und zitiert neben anderen auch P. Alfred Delp SJ, der festhielt, ...
... sein Verbrechen habe darin bestanden, dass er als Katholik und Jesuit "an Deutschland glaubte, auch über eine mögliche Not- und Nachtstunde hinaus."  ...
... und sich bekannte zu einem ...
  "... Deutschland über das heute hinaus als immer neu sich gestaltende Wirklichkeit   -  Christentum und Kirche als die geheime Sehnsucht und die stärkende und heilende Kraft dieses Landes und Volkes."
So könne er nun, im Angesicht des Todes und mit gefesselten Händen, nichts anderes als segnen: "Segnen Land und Volk, segnen dieses liebe deutsche Reich in seiner Not und inneren Qual;  segnen die Kirche, dass die Quellen ihr wieder reiner und heller fließen."
Ich könnte mir vorstellen, dass P. Delp und seine Mitstreiter, die vor siebzig Jahren für ihre Überzeugung in den Tod gingen, auch im "offiziellen Deutschland" und in der Kirche von heute mit solchen Statements die allergrößten Schwierigkeiten bekämen  ...





 

Donnerstag, 17. Juli 2014

"Unter den Atheisten ..."

... gibt es so viele Gotteskrieger wie bei anderen Religionsgemeinschaften auch.

Michael Klonovsky

Samstag, 12. Juli 2014

Apokalypse (Mt 24,15)

In der Kirche, dem aus dem 14. Jahrhundert stammenden Dom unserer Stadt, sind die Altarbilder beschmiert, die barocken Zierate abgeschlagen worden.  An den Wänden steht in großen Buchstaben einiges geschrieben, grobe Aufforderungen zu sexuellen Handlungen, zu vollziehen am Stadtpfarrer, am Bischof, an Jesus Christus selbst.  In den Kapellen liegen Kackhaufen, auf der Platte des Hochaltars Speisereste, offenbar hat dort eine Art von Liebesmahl stattgefunden, Wurst, Käse und Bier.  Es ist auch möglich, dass auf den Altarstufen junge Leute sich umarmt haben.  Zur Zeit ist die Kirche leer, die Portale stehen offen, durch die drei Schiffe fährt ein mächtiger Wind.  Die einzig stehengebliebene Statue, der während des letzten Krieges halbverbrannte Erlöser, schwankt in gespenstischer Ohnmacht hin und her.  Sein hölzerner Mund ist mit Lippenstift grellrot bemalt, auf seine Dornenkrone hat man rosane und grüne Lockenwickel gesteckt.

Dies schrieb vor viereinhalb Jahrzehnten Marie Luise Kaschnitz*.
Eine prophetische Vision   -    schon  HIER und heute  von der Realität überholt.






*Marie Luise Kaschnitz:  Im Dom.  In: Steht noch dahin. (Suhrkamp Vlg.)  1979,  S. 46

Donnerstag, 10. Juli 2014

Moderner Hades

Die Welt, in der wir leben, kennt den Hades der Lebendigen: Das ist das Kino.  Hollywood ist der moderne Hades.  Dort werden die Schatten schon zu Lebzeiten unsterblich.  Ja, von den antiken Menschen unterscheiden sich die "modernen" Menschen dadurch besonders, dass sie den Hades, das Reich des Schattens, bereits auf Erden eingeführt haben:  Der Hades des modernen Menschen ist Hollywood.
Joseph Roth, Der Antichrist (1934) 


Montag, 7. Juli 2014

Ein bisschen Fußball-Nostalgie ...

... muss und darf auch mal wieder sein, nach zwei Jahren.

Herzerfrischend, wie CR7, der hochgejubelte Superstar Ronaldo, zum diesjährigen WM-Auftakt vom bayrischen Naturburschen TM13, dem Müller Thomas aus Weilheim, entzaubert wurde.  Drei Treffer hat der sympathische Münchner auf Anhieb vorgelegt  und auch sonst eine beeindruckende WM-Torbilanz vorzuweisen.

Aaaber  -  alles was recht ist!  -   einem kann er nicht das Wasser reichen, und das ist sein Namensvetter, der Gerd M. aus Nördlingen, in den späten 60ern und frühen 70ern der Alptraum aller Verteidiger und Torhüter, der "Bomber der Nation" (völlig unpassendes Attribut übrigens!).  
Nachname Müller, FC Bayern, DFB-Rückennummer 13  -  damit erschöpfen sich aber auch die Gemeinsamkeiten beider Torjäger.
Die eher untersetzte Statur auf kurzen, stämmigen Beinen, dazu eine einmalige Reaktionsschnelligkeit und ein begnadeter Tor-"Riecher" befähigten Gerd Müller, sich in Tornähe blitzschnell vom Gegner zu lösen oder ihn auf engstem Raum mit einer Körperdrehung zu überlisten und aus jeder noch so unmöglichen Situation "sein" Tor zu machen  -  und sehr oft gerade das entscheidende.  Kleinste Konzentrationsschwächen des Gegners wurden von Müller prompt bestraft. An guten Tagen war er schlechthin nicht zu kontrollieren.

Die Daten seiner Karriere lese man HIER nach.  Unvergesslich für mich das WM-Turnier Mexico 1970.  Gerd Müller, gemeinsam mit Sepp Maier im Tor und Franz Beckenbauer im Mittelfeld: die legendäre Bayern-Achse.

Sage und schreibe zehnmal in fünf Begegnungen dieses Turniers hat der Müller Gerd die Kugel versenkt. Ein  Highlight: das Viertelfinal-Treffen mit Weltmeister England.  Schon in der 50. Spielminute scheint die Revanche für Wembley 1966 gründlich in die Hosen zu gehen, denn da führen die Briten mit 0:2.  Doch ein unglaublicher Kampfgeist belohnt unsere Elf in der Gluthölle von León mit den Ausgleichstreffern durch Franz Beckenbauer und Uwe Seeler.
 

Es folgt in der 18. Minute der Verlängerung der Auftritt des gefürchteten "Strafraumgespenstes":  Eine hohe Kopfball-Vorlage vom Kölner Linksaußen Hennes Löhr senkt sich vor die lange Ecke des gegnerischen Gehäuses.  Und genau dort taucht aus dem Nichts die deutsche Nummer 13 auf, nimmt den Ball mit rechts volley und haut ihn in die Maschen.  Wie man sieht, kann Englands Keeper Peter Bonetti nur noch erschrocken die Augen zukneifen.  - Endstand 3:2. 

Auch an der Dramaturgie eines der härtesten Fußball-Krimis aller Zeiten, des folgenden Halbfinales Deutschland-Italien (3:4 nach Verlängerung)  war Gerd Müller maßgeblich beteiligt.
Und vier Jahre später, im Münchner WM-Finale gegen die Niederlande, hat er mit seinem 2:1-Siegtreffer und dem Titelgewinn seine kurze, aber großartige internationale Laufbahn würdig gekrönt.


Nachtrag:  Was ich völlig verschlafen habe: Heute vor genau vierzig Jahren war es (Zufall oder Fügung?), dass im genannten WM-Finale von München zum zweiten Mal eine DFB-Auswahl Weltmeister wurde, mit dem 2:1 gegen Holland!
Danke für die Ergänzung, Cinderella!
Und auch das ist der Erinnerung wert: In der Vorrunde hatte damals Deutschland (West) sein erstes und einziges Länderspiel gegen Deutschland (Ost) mit 0:1 verloren!


  












Samstag, 5. Juli 2014

Demut im Alltag


Das Jasagen zur Banalität meines Lebens, zum Kreuz, das meine Illusionen von einem perfekten Leben durchkreuzt, führt zur Erfahrung der Auferstehung.  Mitten im Alltag Auferstehung zu erfahren, das ist für Benedikt der Weg der Demut.  Demut ist der Mut, ins Grab der Alltäglichkeit hinabzusteigen, um an der Hand Jesu aufzustehen und aufrecht durch das Leben zu gehen.
P. Anselm Grün OSB

in:  Benedikt von Nursia.  Meister der Spiritualität.  Freiburg/Br.  (Herder Vlg.)  2002,  S. 62


Bild:  Hl. Benedikt,  Fresko in den Hermes-Katakomben, Rom