Samstag, 16. April 2016

"Ein Tod ist zu beklagen. ..."

... Die Verblichene starb nach langem Siechtum, unbemerkt, in einem vergessenen Winkel der Gesellschaft.  Sie hatte ihre großen Tage.  Sie hat glühende Reden beflügelt, sie hat Menschen in den Staub gezwungen und um Vergebung murmeln lassen, sie hat Königreiche und immense Besitztümer ermöglicht, hat Leichenberge verschuldet und war Anlass für spektakuläre Lebensumschwünge und Neuansätze. ...

Die Rede ist, natürlich, von der Sünde. ...

Mit der Sünde ist ein existenzielles Abenteuer verloren gegangen.  Ein unheimlicher Unschuldswahn hat sich über unsere überraschungsfreie Gesellschaft gelegt, ...




 Matthias Matussek 

In: Das katholische Abenteuer.  Eine Provokation
München  (DVA)  2011,  S. 15

Annotatiuncula:  
So kann man's natürlich auch sehen.  Selbstverständlich vebietet sich hier jeder Seitenblick auf  die beginnende Bergoglio-Kasper'sche "Barmherzigkeits"- Revolution in der Kirche.
(Ironie-Modus aus)







Kommentare:

  1. Sünde? Was ist das? Hallo! Lebst du noch im Mittelalter?

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    1. Ja, klar, und ich schäme mich ja auch ... - aber unser katholisches Spitzenpersonal wird uns da schon rausholen, aus dem Mittelalter ! ;-)

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