Montag, 24. August 2020

Der Hl. Bernhard in Speyer (2)

(Erster Teil HIER)



Von demselben Marienbilde geht noch die Sage, es sollte anno 1794, als die Franzosen in Speyer eingezogen waren, mit vielen kirchlichen Geräten unter dem frisch gepflanzten Freiheitsbaume verbrannt werden, wollte aber durchaus nicht brennen, worauf es die Klubbisten in kleine Stücke zerhieben, um es zu vertilgen.


Die Speyerer beschlossen, das Andenken an die berühmten Worte des Hl. Bernhard:  O clemens!   O pia!   O dulcis virgo Maria!,  die zuerst im Dome zu Speyer erklungen waren, auf eine bleibende Weise der Nachwelt zu überliefern.

Also ließen sie in dem mittleren Gange des Langhauses vier Messingplatten in
den Boden einlegen, auf denen obige Worte eingegraben standen;  …

 …  in vier Entfernungen, dreißig Fuß voneinander.
 

Diese Entfernung gab zu der Sage Veranlassung, es habe der Hl. Bernhard bei jedem Gruß einen dreißig Schuh weiten Sprung getan.






Textquelle:  F.W. Hebel,  Pfälzisches Sagenbuch,  Kaiserslautern 1912;  Neuausgabe Mannheim 2006






 

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