Meinungen muss man heute - je nach Stimmung - ein- und ausknipsen können wie Nachttischlampen. Sonst gilt man schnell als "intolerant".
Josef Bordat
Es ist die Menschenrechtskatastrophe Nummer 1, dass Abtreibungen in diesem Ausmaß stattfinden.
Wozu das? Warum blieb ich nicht daheim bei Arbeit und Familie? Weil ich ausruhen wollte. Aber ruht man denn auf Reisen aus? Nein. Das hatte ich vorher gewusst, also war ich nicht des Ausruhens wegen gereist.
Aber vielleicht um der Kunst willen? Das kam wohl der Wahrheit näher. ...
Langsam versuchte ich, es mir zurechtzulegen. Ich dachte an San Miniato, an die Kuppel und den Turm des Florentiner Domes und an das, was mich zu jenen Werken zurückgezogen hatte. Warum hatten sie mich beglückt? - Weil ich bei ihrem Anblick gefühlt hatte, dass Arbeit und Hingabe eines Menschen nicht wertlos sind, dass über der bedrückenden Einsamkeit, in der jeder Mensch sein Leben hinlebt, etwas allen Gemeinsames, etwas Begehrenswertes und Köstliches vorhanden ist; dass zu allen Zeiten Hunderte einsam gelitten und gearbeitet haben, um das Sichtbarwerden dieses tröstlichen Gemeinsamen zu fördern. Wenn das, was die Künstler und ihre Gehilfen mit Hingabe und Ausdauer vor einigen hundert Jahren zustande gebracht haben, heute wie damals Tausenden gute Gedanken gibt, so ist es auch für uns alle nicht trostlos, in unserer Einsamkeit und Schwäche zu arbeiten und das Mögliche zu tun.
Diesen Trost hatte ich gesucht, nichts weiter. ...
Dass nicht jeder von uns ein großer Auserwählter ist, hat damit nichts zu tun. Auch wir Kleinen, seien wir Künstler oder nicht, freuen uns an jedem Sieg des Ewigen über das Zufällige und bedürfen jenes Trostes, um den Kampf mit dem Misstrauen gegen den Wert alles Menschlichen immer wieder aufzunehmen.
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| Hesse mit dem Priester von Montefalco (1906) |
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| Donaudurchbruch bei Weltenburg |
Einen neuen Aufbruch wagen! - Unter diesem Leitwort setzt der 98. Deutsche Katholikentag in Mannheim ein Zeichen, um Benedikts Vorbild zu folgen.
Der erste Schritt zur Demut ist Gehorsam ohne Zögern. Er ist die Haltung derer, denen die Liebe zu Christus über alles geht. ...
So drängt sie die Liebe, zum ewigen Leben voranzuschreiten. Deshalb schlagen sie entschlossen den engen Weg ein, von dem der Herr sagt: "Eng ist der Weg, der zum Leben führt." Sie leben nicht nach eigenem Gutdünken, gehorchen nicht ihren Gelüsten und Begierden, sondern gehen ihren Weg nach der Entscheidung und dem Befehl eines anderen. ...
Ohne Zweifel folgen sie auf diesem Weg dem Herrn nach, der sagt: "Ich bin nicht gekommen, meinen Willen zu tun, sondern den Willen dessen, der mich gesandt hat."Interessantes Programm für den deutschen Sowjet-Katholizismus!