Dienstag, 25. Juni 2013

Luther über Ehe und Familie

"Luther im Kreise der Familie" von G.A. Spangenberg

Wer kann genug darüber staunen, daß Gabe und Ordnung der Ehe wirklich von Gott sind?  Die ganze Nachwelt erwächst aus ihr, das gesamte Haus- und Staatswesen geht daraus hervor.  Wo wären wir, so matrimonium nit wäre?  Aber die gottlose Welt läßt sich nicht erschüttern, weder durch die göttliche Einsetzung noch durch die liebliche Nachkommenschaft.  Sie sieht nur die Schwäche der Ehe und nicht, daß sie ein Schatzhaus ist. ...


Also sprach D. Martin Luther, der in diesen Dingen eindeutig einen kerngesunden, katholischen, biblischen und damit wahrhaft evangelischen Standpunkt vertreten hat.

Ganz im Unterschied zu seinen Epigonen, dem Herrn Präses Schneider und seinen wackeren EKD-Mitstreiter_Innen für die Sache der "Evangelischen Freiheit", wie sie ganz offensichtlich heute verstanden wird:  "Familie neu denken ..."  -  im Klartext:  Relativismus pur!

Treffend der Kommentar zum EKD-Papier von Jan Fleischhauer bei Spiegel-Online:
Es wäre zu kurz gegriffen, den familienpolitischen Leitfaden als Kapitulation vor dem Wertewandel zu verstehen.  Wir haben hier vielmehr das Dokument eines spektakulären Versuchs der Verweltlichung von innen, wie ihn so noch keine der großen Religionen unternommen hat.
Man darf hier ruhig auch von einem "Versuch der Selbstabschaffung" sprechen.
Oder auch von einem üblen Betrugsversuch, insofern dieser "Leitfaden" noch immer unter dem Etikett "evangelisch" verkauft wird.

"Orientierungshilfe" nennt sich sowas bei der Bankrottfirma EKD.

Man beachte hierzu auch, wie die Hessen-Nassauische Landeskirche sich als Vorreiter hervortut.



Textzitat:  Martin Luther, Tischreden.  Hrsg. J. Henkys,  Berlin 1983 
 Bildquelle



UpdateGepfefferter Kommentar von Alexander Kissler - lesenswert weit über den Anlass hinaus!
 

Kommentare:

  1. ...Bankrottfirma EKD.

    ???

    Die haben der katholischen Kirche immerhin den halben Laden mitsamt den Kunden weggenommen. Wenn Bankrott, dann die katholische Kirche, die es nicht geschafft hat die Kunden zu halten. Und bis heute nicht zurück zu gewinnen.

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    1. Kunden halten ... zurückgewinnen ...?
      Hier führen Sie die Metapher "Firma" natürlich ad absurdum! Wir sind uns doch hoffentlich einig, dass es nicht um die Attraktivität von Leistungs- oder Warenangeboten geht, sondern um Glaubenswahrheit und ethische Grundsätze.
      Und dass so gesehen das EKD-Papier eine "Bankrotterklärung" ist. Oder?

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  2. Treffende Worte zu dieser Angelegenheit findet man auch von Peter Hahn und Alexander Kissler.
    Wobei der Artikel von Hahn besonders pikant ist, da er immerhin EKD Ratsmitglied war.

    http://www.idea.de/detail/thema-des-tages/artikel/die-kirche-surft-sich-endgueltig-ins-abseits.html

    http://www.cicero.de/salon/evangelische-familienbroschuere-schwafelkirche-selbstaufloesung/54868

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  3. @Severus

    Richtig Severus! Es geht aber um das ANGEBOT von Glaubenswahrheiten; und bestenfalls um ethische Grundsätze, wobei man über beides trefflich streiten kann.

    Denn das Problem bei Glaubenswahrheiten und Moraldoktrin ist, dass jede Religion, ja jedes Bekenntnis glaubt, im Alleinbesitz der einzigen, selig machenden Wahrheit zu sein.

    Genau deswegen hat die Kirche ja ein Problem. In den wenigsten Ländern galt früher, dass dort jeder nach seiner Facon selig werden durfte, sondern es galt cuius regio, eius religio.
    Wer nicht katholisch war, bekam ganz schnell Druck und grosse Probleme.

    Seither ist viel passiert und die Kirche kann nicht mehr darauf bauen, dass ihre Doktrin einfach per Strafgesetzbuch durchgesetzt wird.

    Jetzt müssen die Menschen ÜBERZEUGT werden.

    Und das ist nichts anderes als Marketing. Leider ist dieses bei beiden grossen Kirche in Deutschland nicht nur saumässig schlecht, sondern einfach nicht vorhanden.
    Alle glauben, dass die eigene Wahrheit so überzeugend ist, dass eine simple Verkündigung derselben zum Erfolg fuhren muss.

    Man nennt das dann „Neuevangelisation“. 'Seit Jahrzehnten höre ich, dass Deutschland dringend neu evangelisiert werden muss, weil es am Abgrund steht. Passiert ist nichts. Im Gegenteil! Beide Kirchen geben sich redlichste Mühe vor den Menschen besonders schlecht dazustehen, ein ganz mieses Vorbild zu sein und scheren sich den Teufel um die in höchsten Tönen gelobte, ja von allen anderen geforderte „Moral und ethischen Grundsätze“.

    Jedenfalls wird das schlichte Verkünden der Evangelien, wie es die Koalition für Evangelisation bis 2030 vor hat, nichts daran ändern, dass die Menschen immer weniger glauben. Die führen nur den alten Fehler weiter: Frontalunterricht statt Überzeugungsarbeit. Ganz abgesehen davon, dass sich die meisten Menschen heute besserwisserische Belehrung verbitten.

    Vielleicht verändert das völlig neue Marketing des Papstes etwas daran. Ich würde es mir wünschen, weil der Kern der christlichen Botschaft, den wir von unseren älteren Geschwistern, den Juden übernommen haben, wert ist, richtig gelebt zu werden. Liebe deinen Nächsten wie dich selbst!


    PS: Hahne ist nichts anderes als ein Unheilverkünder nach dem Motto: Ihr fahrt alle katastrophal schlechte Autos, die werden euch alle ins Unglück stürzen, ihr steht alle schon am Abgrund! Die einzige Rettung ist, sofort das von meiner Firma angebotene Modell zu kaufen und sich striktest an die Bedienungsvorschriften meiner Firma zu halten. Das funktioniert seit Jahrhunderten schon nicht mehr, weil … siehe oben!

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    1. Mit Verlaub, Ihre Einlassungen stecken voller Widersprüche:
      Es komme darauf an, meinen Sie, die Menschen mit dem richtigen "Marketing" zu "überzeugen". Nur dürfe die Kirche selbst als "Anbieter" dabei bloß nicht von der Wahrheit ihrer eigenen Glaubensverkündigung überzeugt sein - "Evangelisation" also etwa in der Art: "Jesus Christus allein (!) ist der Weg, die Wahrheit und das Leben - aber wir wollen ja nicht so sein, selbstverständlich kann man darüber "trefflich streiten", also eröffnen wir einen Dialogprozess ...etc.." - So etwas nennt man "Relativismus"! Und genau in diese Richtung bewegen sich beide großen Kirchen, wenn auch in unterschiedlichem Tempo. Und genau dieses "Marketing" ist in der Tat "saumäßig schlecht": es KANN überhaupt nicht funktionieren!
      Merken Sie nicht den Widersinn Ihrer Argumentation?
      Im übrigen finde ich im Neuen Testament keine Spur von "Marketing", dafür aber ganz viel "Wahrheitsanspruch"!
      Es genügt je ein kurzer Blick ins Johannes-Evangelium (6,51-60) und in den Zweiten Timotheus-Brief (4,1-5)!
      Salve!

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    2. Nein Severus, der Anbieter, auch der Anbieter einer Glaubenswahrheit muss von seinem Produkt schon überzeugt sein.
      Allerdings hat das (und die bequeme "cuius regio eius religio"-Regel) bei den Kirchen dazu geführt, dass man geglaubt hat, man müsse seine Lehre nur verkünden und alle würden sich darauf stürzen.

      Ein Beispiel aus dem Produktmarketing: selbst das beste Auto der Welt muss verkauft, an den Mann und an die Frau gebracht werden. Es genügt nicht, es zu bauen und ins Schaufenster zu stellen, die potentiellen Kundinnen müssen davon überzeugt werden.

      Es gibt sogar noch krassere Beispiele. Im pharmazeutischen Bereich hat sich um die Jahrtausendwende ein Paradigmenwechsel abgespielt. Ein Medikament, besser eine ganze Gruppe von Medikamenten, das man bei einer bestimmten Herzkrankheit bisher auf gar keinen Fall verschreiben durfte, wegen absoluter Kontraindikation, stellte sich plötzlich als das bei genau dieser Krankheit einzig lebensrettende heraus. Das einzige, was geändert werden musste, war die Dosierung.
      Was glauben Sie was passierte, als diese Erkenntnis in der einschlägigen Fachpresse veröffentlicht wurde? Fast nichts! Sogar als die Industrie reagierte und entsprechende Dosierungen speziell für diese Indikation anbot, musste diese erst mühselig unter die Ärzteschaft gebracht werden und einige, vor allem ältere Mediziner, weigerten sich immer noch strikt, dieses Medikament nach den neuen Erkenntnissen anzuwenden. Sie schickten ihre Patienten lieber zu anderen Ärzten.

      Die Quintessenz daraus ist, dass man sich nicht von der Sicherheit das beste aller Produkte zu haben, in seinen Bemühungen die Menschen zu überzeugen, abhalten lassen darf.

      Und so wie es bisher läuft: "Wir brauchen eine Neuevangelisation!" und dann kommt nichts, wird aus der ganzen Sache wirklich nichts.

      Zwei Beispiele:

      Heute ist ein langer Artikel zum Dialogprozess in meiner Diözese in meiner Tageszeitung. Dort wurde versucht die Menschen im Gespräch zu überzeugen und die Gläubigen haben begeistert mitgemacht. Was passiert? NICHTS! Die Gläubigen wenden sich enttäuscht ab.

      In der evangelischen Kirche wird geplant allen Deutschen bis zum Jahr 2030 das Evangelium nahe zu bringen, also dafür zu sorgen, dass alle das Evangelium gelesen haben.
      Das genügt nicht! Stellen Sie sich vor, die Muslime würden es schaffen, dass alle Deutschen bis zum jahr 2030 den Koran gelesen haben. Würden Sie, selbst wenn sie den Koran geündlich studiert haben, einfach so zum Islam bekehren? Nein und abermals nein. Um zu konvertieren, egal von wo wohin, braucht es schon ein klein wenig mehr Anstrengung und die will man in den Kirchen einfach nicht erbringen.

      PS: Dass Glaubenswahrheiten, oder das was manche dafür halten, nicht verändert werden dürften oder gar verändert werden könnten, ist ein frommes Märchen,
      Wenn es der Kirche, genauer gesagt der Macht der Kirche genutzt hat, dann war praktisch jede Veränderung möglich (sogar Ehescheidungen und das bis heute, wenn man sie auch mit dem Mäntelchen der „Annullierung“ verbrämt und gerne dort einsetzt, wo es nützt, oder schadet bei den Mächtigen, oder wen man eben dafür hält; Beispiel Heinrich VIII. von England ), die man durchsetzen wollte. Was glauben Sie, wie das heilige Dogma (gut es ist keines, aber es wird geradezu so behandelt) vom Zölibat zustande gekommen ist? Es hat der Macht der Kirche genutzt, wenn sie die einzige war, die Einfluss auf den Klerus haben wollte und den nicht mit einer Ehefrau teilen wollte. Heute wird zwar das Erbrecht vorgeschoben, aber das fürfte nur Nebensache gewesen sein und ist es heute ganz sicher.

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    3. ... die Kirche als Produkt-Anbieter ... das Evangelium als Konsumartikel, vergleichbar mit Autos oder Pillen ... Verkündigung und Zeugnis als Produkt-Vermarktung, als zu optimierende Marktstrategie ... Anpassung von Glaubenswahrheiten zwecks Produkt-Optimierung ... der Zölibat als Machtinstrument -
      Nein, tut mir leid, nichts für ungut, auf dieser Ebene ist eine sachgerechte Diskussion über Glauben und Kirche für mich nicht mehr machbar!
      Ich empfehle die Lektüre der oben genannten NT-Stellen.
      Gott befohlen!

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  4. Dann führen Sie die Diskussion so weiter, wie bisher, nämlich gar nicht.
    Der "Dialog" war doch auch nichts weiter als ein beschönigendes Mäntelchen für die Anhänger, die bisher noch nicht gehen wollten, sondern für die Gemeinschaft der Gläubigen da waren.
    Wenn die sich auch noch zurückziehen, können Sie das Ergebnis der letzten fünfzig Jahre auch in aller Zukunft bewundern; der Absturz in die völlig Bedeutungslosigkeit. Und wenn das mit dem Kassationshof so weiter geht, dann wird die Kirche auch noch ihr letztes Stück Macht über Menschen verlieren, das sie mit Zähnen und Klauen noch verteidigt; dann wird sie nichts weiter sein als ein Arbeitgeber unter vielen im Sozialbereich und entsprechend behandelt werden. Was bedeutet, dass sie ihre Moraldoktrin noch nicht einmal bei den eigenen Angestellten druchsetzen kann, geschweige denn bei allen anderen.

    PS: Die von Ihnen zitierten Stellen im Neuen Testament helfen dann auch nicht mehr weiter. Das ist ein Mythos, der von der Machtstellung der Kirchen in der Gesellschaft lebte. Diese Vormachtstellung ist gebrochen und tendiert asymptotisch gegen null.

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    1. Gut, dann treffen wir uns bei "Null"! - Und jetzt Schluss damit!

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  5. Christlicher Reaktionär27. Dezember 2017 um 06:40

    1. Christus ist der Weg und die Wahrheit und das Leben.
    1a. Jeder wird gerichtet werden; es gibt kein einmal erlöst, immer erlöst. Ob man erlöst wird, ist ungewiss. Luther hatte hier recht.
    2. Die Bibel lehrt, daß es besser ist, nicht zu heiraten.
    2a. Siehe dazu die Ausführungen des großen Augustinus, De bono viduitatis und De bono coniugali.
    3. Das Christentum ist ein Unverschämtheit, das wir nicht als Liebenswürdigkeit tarnen dürfen. -- Nicolás Gómez Dávila
    4. Wenn man nicht an Gott glaubt, bleibt nur der vulgäre Utilitarismus. Der Rest ist Rhetorik. -- ditto.
    4a. Die meisten Atheisten sind zu dumm oder naiv (oder beides), um zu verstehen, daß die ganze Sinn- und Moralfrage mit Gott steht und fällt.
    4b. Empfehlung: Vox Day, z. B. seine Letters to Common Sense Atheism oder sein Werk The Irrational Atheist.
    5. Zu guter Letzt: Die Eugenik entsetzt diejenigen, die ihr Urteil fürchten. -- Nicolás Gómez Dávila

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  6. Hi mates, fastidious article and pleasant arguments commented at this place, I
    am in fact enjoying by these.

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