Samstag, 19. Juli 2014

Die Helden des 20. Juli


Das offizielle Deutschland bewahrt ihnen heute zu Recht  -  nach heftigen Auseinandersetzungen um die Berechtigung des Attentats noch in den 1950er Jahren  -    ein ehrendes Andenken.  Aber sind die Männer des 20. Juli für die deutsche Gegenwartsgesellschaft dennoch nicht eher fremde als vertraute Helden ?
... so fragt im Feuilleton der Tagespost  (vom 17.7.2014, S. 9: "Vertraute Helden, fremde Helden")  Stefan Gerber und zitiert neben anderen auch P. Alfred Delp SJ, der festhielt, ...
... sein Verbrechen habe darin bestanden, dass er als Katholik und Jesuit "an Deutschland glaubte, auch über eine mögliche Not- und Nachtstunde hinaus."  ...
... und sich bekannte zu einem ...
  "... Deutschland über das heute hinaus als immer neu sich gestaltende Wirklichkeit   -  Christentum und Kirche als die geheime Sehnsucht und die stärkende und heilende Kraft dieses Landes und Volkes."
So könne er nun, im Angesicht des Todes und mit gefesselten Händen, nichts anderes als segnen: "Segnen Land und Volk, segnen dieses liebe deutsche Reich in seiner Not und inneren Qual;  segnen die Kirche, dass die Quellen ihr wieder reiner und heller fließen."
Ich könnte mir vorstellen, dass P. Delp und seine Mitstreiter, die vor siebzig Jahren für ihre Überzeugung in den Tod gingen, auch im "offiziellen Deutschland" und in der Kirche von heute mit solchen Statements die allergrößten Schwierigkeiten bekämen  ...





 

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