Dienstag, 11. März 2014

Broder zitiert Chesterton

Henryk M. Broder: ein unentbehrlicher Nonkonformist und Querdenker, der originell gegen den Strom schwimmt und Zeitgeist-Lügen entlarvt.  
In der WELT schreibt er unter dem Titel  "Gott ist tot, es lebe Bio":
Man mag kaum glauben, dass in einer Zeit, die von Libertinage und Permissivität geprägt ist, Menschen das Bedürfnis haben, sich zu unterwerfen.  Mehr noch: sich freiwillig in die Sklaverei der Rechtschaffenheit zu begeben.  Die Vorstellung, Jesus könnte auferstanden sein oder der Messias demnächst einfliegen, um das Ende aller Tage zu verkünden, finden sie komisch.
Aber sie glauben fest daran, dass die Apokalypse nur abgewendet wird, wenn sie Hybrid-Autos fahren, ihren Abfall kompostieren ...  Sie tun es nicht, um irgendeinem Gott zu dienen, sondern, um die Welt zu retten.  Und das sei doch weder Glaube noch Aberglaube, sondern eine sehr rationale Einstellung, sagen sie und glauben daran.
Und als Quintessenz ein Zitat von Gilbert Keith Chesterton:
"Seit die Menschen nicht mehr an Gott glauben, glauben sie nicht an nichts, sondern allen möglichen Unsinn."
Eine bescheidene, persönliche annotatiuncula sei mir hierzu gestattet: 
"Libertinage und Permissivität", von denen Broder spricht,  sind kein Widerspruch, sondern geradezu Vorbedingung für "Sklaverei"  und Unterwerfung unter noch so abstruse Herrschafts-Ideologien, Pseudo-Religionen und Selbsterlösungs-Lehren.  Als Gewährsmann für diese These wurde an dieser Stelle vor einiger Zeit kein Geringerer als Platon zitiert   (bitte HIER klicken !).   Und die perverseste, bösartigste und destruktivste unter diesen Ideologien ist:  der Gender-Wahn !



  
 

Keine Kommentare:

Kommentar posten