Samstag, 8. November 2014

Ein Mann gegen Hitler


Heute vor fünfundsiebzig Jahren, am späten Abend des 8. November 1939, erschütterte eine gewaltige Detonation den Bürgerbräu-Keller in München und ließ die Decke des großen Festsaals einstürzen. Sieben Tote und 63 Verletzte gab es unter den Teilnehmern der NSDAP-Veranstaltung, die soeben zu Ende ging.  Der Redner des Abends allerdings, dem die 50-kg-Bombe mit Zeitzündung eigentlich hätte den Garaus machen sollen, war zu diesem Zeitpunkt bereits auf dem Weg zum Hauptbahnhof:  Adolf Hitler.  Um eine knappe Viertelstunde war er seinem Schicksal entgangen, was den Mythos von der Vorsehung begründete, die dem deutschen Volk den Führer geschenkt habe und ihn behüte und bewahre.


Etwa zur selben Zeit wurde an der deutsch-schweizerischen Grenze bei Konstanz von Zollbeamten ein verdächtiger, sechsunddreißigjähriger Mann aufgegriffen, der schon bald ein Geständnis ablegen sollte: "Ich war es  -  ich ganz alleine"  - allen Vermutungen und Gerüchten von irgendwelchen Hintermännern und Drahtziehern zum Trotz!
Nur wenige Schritte hatten Johann Georg Elser, den schwäbischen Schreinergesellen,  von der Freiheit getrennt.

Und wie um die Tragik dieses einsamen Helden zu vollenden, hat ihn am 9. April 1945 die SS im Konzentrationslager Dachau ermordet   -   nur knappe drei Wochen vor dessen Befreiung!

Ehre seinem Andenken !


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