Donnerstag, 30. Januar 2014

Maoistisch imprägniert

Zum baden-württembergischen "Bildungsplan 2015" der Regierung Kretschmann und seinen ideologischen und strategischen Hintergründen ist der mit Abstand beste Beitrag  (den ich jedenfalls bisher gelesen habe)  ein brillanter Essay von Bettina Röhl in ihrer Kolumne in der Wirtschaftswoche.
Das grün-rote Umerziehungs-Machwerk aus Stuttgart habe ich mir selbst noch nicht zu Gemüte geführt und werde dies entgegen Bettina Röhls Vorschlag, es  "sollte zur Pflichtlektüre aller Bundesbürger werden", auch weiterhin unterlassen; dafür nämlich liefert die Autorin die Begründung gleich mit:
Das wäre der einfachste Weg, diesen gequirlten und extrem aufgeblasen daherkommenden intellektualisierenden und gleichzeitig mies formulierten Quatsch nachhaltig zu entlarven.  Als das, was er ist, nämlich eine bildungsfeindliche Indoktrinierungsplattform gegen Kinder und junge Menschen.
Wer sich nun fragt, wer unter welchen Voraussetzungen denn überhaupt imstande ist, einen solchen Mist als  landesweite Richtlinie für den Schulunterricht unters Volk zu bringen, der erhält  -  und jetzt wird es erst spannend !  -   sogleich die Antwort:  Sie besteht in einer glänzend recherchierten und präsentierten biographisch-historischen Analyse der Vergangenheit von Herrn Kretschmann und Konsorten.  Was diese derzeit abliefern, ist nämlich ...
... ganz typisch für jemanden, der jahrzehntelang im K-Gruppenmilieu abgesoffen ist, weshalb ein kleiner Exkurs in die Vergangenheit der Bundesrepublik, in die siebziger Jahre und Kretschmanns eigene fanatisch geprägten Jahre notwendig erscheint ...
Es handelt sich um nichts anderes als die ideologische Prägung von prominenten, heute ergrauenden Grünen wie Kretschmann, Trittin, Fischer im kommunistisch-maoistischen Milieu vor rund vierzig Jahren.  Und um deren ideologische Phantasien vom neuen Menschen, erschaffen durch Umerziehung im Stil von Mao Tse-tung !
Die Verniedlichung des K-Gruppen-Irrsinns ist bei den damals imprägnierten Leuten natürlich ein beliebtes Spiel, nach dem Motto, damals hatten wir ein paar verrückte Minuten, aber jetzt sind wir nachhaltig die Besten, die Vernünftigsten und machen alles richtig. 
 Und dennoch ...
... schimmert eben überall und immer wieder diese alte, ins Gehirn eingebrannte Sucht oder Sehnsucht nach der Zerstörung alles dessen, was den Westen ausgemacht hat und ausmacht, durch.  Und der Hass auf alle Menschen, die trotz aller Bemühungen vom 68-er Virus bis heute unberührt geblieben sind.
Genug !  -  Die Schlussfolgerung der Autorin:
Ein Staat, der sich anmaßt in diese Entwicklung  (der Kinder und Jugendlichen.  Sev.)  ... mit ideologischen Übergriffen hinein zu fummeln, ist ein wahrhaft perverser Staat.  Die Kretschmänner sollen die Kinder in Ruhe lassen.  Das ist eine mehr als legitime Forderung.  (Hervorh. v.  Sev.) 
Dem ist aber auch gar nichts hinzuzufügen. 
Das Ganze HIER:  sechs Seiten lang, fundiert, Aufklärung im besten Sinn  -  absolut lesenswert !

Was wäre zu der ganzen Chose nun aus katholischer Sicht zu sagen ?

Vor allem muss man die katholische Glaubens-, Moral- und Soziallehre erst gar nicht groß bemühen, um das grün-rote Umerziehungsprogramm kategorisch abzulehnen.  Dazu genügt völlig ein kurzer Blick ins Grundgesetz und in die Landesverfassung von Baden-Württemberg, speziell Artikel 12, 15 und 16.

Hingegen fragt man sich als Katholik fassungslos, wie es denn sein kann, dass der deutsch-katholische Gremien-, Verbands- und Funktionärsapparat mittlerweile in diesem Ausmaß von Leuten unterwandert ist, die seit viereinhalb Jahrzehnten ihre Lebensaufgabe darin sehen, das christlich-abendländische Menschenbild (Genesis 1,26-28) auf ihrer revolutionären Mülldeponie zu entsorgen.  Und von solchen, die diesen Ideologen gutmenschlich-kritiklos hinterherlaufen.


Das Bild zeigt einen Hirten im freundschaftlichen "Dialog" mit einem grünen Leitwolf im Schafspelz der Marke "ZdK"  (vgl. Matthäus 7,15-20).
Mit den Wölfen will man sich's als deutscher Oberhirte  ja keinesfalls verderben, nicht wahr ?







Das "Trojanische Pferd in der Stadt Gottes" (Dietrich von Hildebrand) hat ganze Arbeit geleistet.  Kassandra und Laokoon werden von der linken Mediokratie zuverlässig zum Schweigen gebracht.  Und apathisch, verwirrt und zeitgeist-besoffen, so scheint es, torkelt Troja seinem Untergang entgegen ...





Kommentare:

  1. Auch aus diesem, untergehenden Troja wird ein Äneas mit seinem greisen Vater (gerade heute in Zeiten drohender "barmherziger" Euthanasie, ein wichtiges Bild) auf dem Rücken, entkommen um nach Rom zu gelangen.
    Trotzdem sollte man, so man kann, nach Stuttgart zum Demonstrieren gehn!

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    1. Äneas und Anchises - und Ascanius-Iulus, mit großer Zukunft !
      Sehr schöne Ergänzung ! Danke, Ester !
      (Auch wenn ich noch ein bisschen skeptisch bin :-)

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