Samstag, 28. April 2012

Kirche, Moral und Vernunft

Jene, die das Christentum zerstören wollen, meiden die Diskussion im Licht der Vernunft. Sie führen die Sünden der Kirche ins Feld, um die Mahnung der Kirche, von den Sünden umzukehren, endlich aus der Welt zu schaffen. Sie wettern gegen die Doppelmoral, weil sie die Moral nicht ertragen. Sie geben sich tolerant und pluralistisch, um den Anruf der Wahrheit endlich zum Schweigen zu bringen.
Gabriele Kuby,  Die Gender-Revolution, Kisslegg (5. Aufl.) 2011


Kommentare:

  1. Da gibt's für die Kirche ein probates Mittel dagegen: sich halbwegs an die eigenen Moralansprüche zu halten! Schon ist der Spuk vorbei und die Kirche wieder glaubwürdig. Und das ist viiiiel einfacher, als die Moral von anderen einzufordern, weil man es selber machen kann, so wie ich. ;-)))

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  2. "... sich halbwegs an die eigenen Moralansprüche zu halten!" - Dass die Kiche dadurch glaubwürdiger würde, ist keine Frage. Hingegen scheint mir höchst fraglich, ob in diesem Fall gleich "der Spuk vorbei" wäre. Denn die Kirche wird ja nicht wirklich für ihre Doppelmoral gehasst,oder?:-)

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  3. Doppelmoral ist kein Grund zum Hass sagen Sie? Na wenn es kein Grund zum Hass ist, dann ist es doch wenigstens ein Grund die Glaubwürdigkeit wirksam gegen Null tendieren zu lassen. Allerdings halte ich dafür, dass schon die Menschen, die "hassen" für die Gründe dafür zuständig sind und weniger die "Gehassten" selbst.
    Oder glauben Sie wirklich, dass man sich die Gründe, für die man gehasst wird, selber aussuchen kann? Ich hoffe nicht, weil dies die katholische Anweisung "Die Sünde hassen, aber die Sünder lieben!" konterkarieren würde. Jeder Sünder würde doch sofort behaupten"Der/die hasst mich! (und nicht meine Sünde!)" wenn er es sich den Grund des Hasses aussuchen dürfte.

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  4. Pardon, wir reden aneinander vorbei.
    Ich sagte nicht "Doppelmoral ist kein Grund zum Hass", sondern "die Kirche wird nicht eigentlich wegen ihrer Doppelmoral gehasst". Und es geht auch nicht darum, wer sich etwas "aussuchen" kann, sondern um die Tatsache, dass die Welt (so heißt es schon im Johannesevangelium) diejenigen hasst, die für die Wahrheit Zeugnis geben. Sonst wären ja nicht, von Christus angefangen, so viele Zeugen für die Wahrheit, die völlig frei von Doppelmoral waren, brutal aus dem Weg geräumt worden. Genau so meint es Frau Kuby, und so meint es auch Papst Benedikt (und der ist kein Dummer, da sind wir uns wohl einig), wenn er von der "Diktatur des Relativismus" spricht.

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  5. Das hat Frau Kuby ausgezeichnet auf den Punkt gebracht!
    Danke für das Zitat (muss man sich unbedngt merken...)!

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  6. Vor allem sollten möglichst viele vernünftige Leute ihre Bücher lesen, bevor diese verboten werden. Nur so ist es vielleicht noch zu verhindern, dass es irgendwann so weit kommt. Ernsthaft!

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